PGIM entdeckt das Potenzial deutscher Reihenhäuser für institutionelle Anleger
Clara BraunPGIM entdeckt das Potenzial deutscher Reihenhäuser für institutionelle Anleger
Weltweiter Investmentmanager PGIM lotet Chancen auf dem deutschen Reihenhausmarkt aus – ein Novum in einem Segment, das bisher kaum institutionelle Anleger angezogen hat. Angesichts der Schwierigkeiten von Bauträgern, Finanzierungen zu erhalten, sieht das Unternehmen Potenzial in langfristigen Mietobjekten.
PGIM, eine Tochter des US-Versicherers Prudential Financial, prüft derzeit neu gebaute Reihenhäuser in ganz Deutschland. Die Firma veranschlagt die Baukosten auf 1.900 bis 2.000 Euro pro Quadratmeter. Die monatlichen Mieten für diese Immobilien dürften zwischen 1.700 und 1.800 Euro liegen – umgerechnet 17 bis 18 Euro pro Quadratmeter.
Besonderes Interesse zeigt PGIM an Speckgürteln um Großstädte. Anders als klassische Projektentwickler plant das Unternehmen, die Objekte nicht zum Verkauf, sondern als langfristige Mietimmobilien zu halten. Dieser Ansatz kommt zu einer Zeit, in der der deutsche Transaktionsmarkt schwächelt und Bauherren zunehmend auf Vorverkäufe angewiesen sind, um ihre Projekte zu finanzieren.
Um diese Engpässe zu mildern, springen Großinvestoren wie PGIM ein: Sie bieten Teilgarantien für Vorverkäufe an – im Gegenzug für niedrigere Kaufpreise. Diese Strategie könnte helfen, einen Markt zu stabilisieren, in dem Finanzierungen immer schwerer zu bekommen sind.
PGIMs möglicher Markteintritt könnte die Finanzierung und Bewirtschaftung von Reihenhäusern in Deutschland grundlegend verändern. Durch den Fokus auf langfristige Vermietung strebt das Unternehmen stabile Erträge aus Immobilien in gefragten Lagen an. Zugleich könnte der Schritt andere institutionelle Anleger ermutigen, in dieses bisher kaum erschlossene Segment zu investieren.






