Rauschenbergs New York: Wie ein Künstler die Avantgarde prägte
Eine neue Ausstellung im Museum of the City of New York rückt Robert Rauschenbergs Fotografie in den Fokus. Unter dem Titel "Rauschenbergs New York" erkundet die Schau sein Wirken während des goldenen Zeitalters der Avantgarde in der Stadt. Die Hommage fällt mit dem 100. Geburtstag des Künstlers zusammen, der vergangene Woche mit zwei besonderen Aufführungen in Brooklyn begangen wurde.
Rauschenbergs Einfluss reichte weit über traditionelle Kunstformen hinaus. Häufig integrierte er Fotografie in seine Siebdrucke und Collagen, verband Bilder mit Alltagsgegenständen. Sein experimenteller Ansatz erstreckte sich sogar auf die Bühne, wo er Bühnenbilder und Kostüme für Performances wie "Dancing with Bob" entwarf – eine Zusammenarbeit aus dem Jahr 1977 mit Trisha Brown, Merce Cunningham und John Cage.
Der Künstler war für seine Spontanität bekannt und änderte Bühnenentwürfe mitunter täglich, inspiriert von Fundstücken auf New Yorks Straßen. Eines seiner frühesten "Combines" – ein von ihm geprägter Begriff für Werke, die Malerei und Skulptur verschmelzen – entstand für eine Aufführung von Merce Cunningham. Jasper Johns bezeichnete ihn einst als den erfindungsreichsten Künstler seit Picasso – ein Ruf, der durch seine furchtlose Kreativität gefestigt wurde.
Vergangene Woche brachte die Trisha Brown Dance Company "Dancing with Bob" in Brooklyn wieder auf die Bühne und ehrte damit Rauschenbergs Vermächtnis. Die Aufführungen unterstrichen seine prägende Rolle für die moderne Kunst und Performance und spiegelten die radikale Freiheit der New Yorker Visionäre der Jahrhundertmitte wider.
Die Ausstellung und die Performances betonen Rauschenbergs anhaltenden Einfluss auf Kunst und Kultur. Seine Fotografien, Bühnenentwürfe und Mixed-Media-Arbeiten bleiben zentral, um das avantgardistische New York jener Zeit zu verstehen. Gleichzeitig erinnern die Veranstaltungen an seine Zusammenarbeit mit einigen der bahnbrechendsten Künstler des 20. Jahrhunderts.






