12 April 2026, 04:06

Reformstreit in der Regionalliga: Kompass-Modell gegen Regionalvorschlag – wer setzt sich durch?

Alte Deutschlandkarte auf Papier, mit detaillierten regionalen Texten und Hervorhebung der Provinzen Bayern, Baden-Württemberg und Baden.

Reformstreit in der Regionalliga: Kompass-Modell gegen Regionalvorschlag – wer setzt sich durch?

Die Debatte über die Zukunft der deutschen Regionalliga-Spielklassen hat an Schärfe gewonnen, wobei Vereine und Funktionäre über zwei gegensätzliche Reformmodelle streiten. Das von einer großen Gruppe von Klubs unterstützte Kompass-Modell zielt darauf ab, die Ligen nach Reiseentfernungen neu zu ordnen, während das alternative Regionalmodell wegen seiner geplanten Umstrukturierung der Spielklassen heftig kritisiert wird.

Das Kompass-Modell erfreut sich breiter Unterstützung unter den Vereinen, darunter auch bei der Initiative Aufstiegsreform 2025, die rund 70 Mannschaften vertritt. Toni Wachsmuth, Geschäftsführer des 1. FC Lokomotive Leipzig, bestätigte die Rückendeckung seines Clubs für den Vorschlag und betonte dessen Vorteile für die Nordost-Regalliga – die als wettbewerbsintensivste, historisch bedeutendste und bestbesuchte Spielklasse gilt.

Kritiker lehnen das Regionalmodell vehement ab, das die Nord-, Nordost- und Bayern-Staffeln zu zwei Ligen zusammenlegen würde, während die West- und Südwest-Staffeln unverändert blieben. Hermann Winkler, Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV), nannte den Plan "völlig realitätsfremd" und argumentierte, er bestrafe Vereine dafür, Bedenken zu äußern. Er warnte, das Modell würde den NOFV effektiv zerschlagen und machte das Kompass-Modell zu einer deutlich faireren Alternative.

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Daniel Meyer, Sportdirektor des Halleschen FC, bezeichnete den Regionalvorschlag als "schlechten Scherz" und kritisierte, was er als "besorgniserregende Fehleinschätzungen" von Verantwortlichen in den Führungsgremien des deutschen Fußballs bezeichnete. Tommy Haeder, Sprecher der Aufstiegsreform-2025-Kampagne, stellte den Konflikt als eine politische Entscheidung mit langfristigen Folgen für den Sport dar.

Die Arbeitsgruppe hinter dem Regionalmodell sieht sich wachsendem Widerstand gegenüber, da Gegner monieren, es berücksichtige weder die Bedürfnisse der Vereine noch der Fans. Unterdessen betonen Befürworter des Kompass-Modells, es biete eine ausgewogenere und praxisnähere Lösung, um die Reisebelastung in allen Spielklassen zu verringern.

Das Ergebnis dieses Streits wird entscheiden, wie die Regionalliga ab 2025 strukturiert sein wird. Besonders die Vereine der Nordost-Staffel haben deutlich gemacht, dass sie das Kompass-Modell bevorzugen, während Kritiker weiterhin gegen die Regional-Alternative mobilmachen. Die endgültige Entscheidung wird die Zukunft des unterklassigen Fußballs in Deutschland für Jahre prägen.

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