30 April 2026, 08:06

Rekordbeteiligung beim Operetten-Wettbewerb – ein Genre feiert Comeback

Offenes Buch mit dem Titel "The Theatre: A Monthly Review of the Drama, Music, and the Fine Arts" mit sichtbarem Text und einem Logo auf der Seite.

Rekordbeteiligung beim Operetten-Wettbewerb – ein Genre feiert Comeback

10. Internationaler Wettbewerb für junge Operetten- und Musical-Künstler endet mit Rekordbeteiligung

Die Jubiläumsausgabe des 10. Internationalen Wettbewerbs für junge Operetten- und Musicaldarsteller ist mit einem noch nie dagewesenen Interesse zu Ende gegangen. Über hundert Bewerber aus Russland, Minsk und Taschkent nahmen teil – ein deutlicher Anstieg der Teilnehmerzahlen. Zum ersten Mal seit Jahren überflügelte die Operette das Musical an Einreichungen und deutet damit auf einen Wandel in der Genrelандschaft hin.

In diesem Jahr wurde kein Grand Prix vergeben – eine seltene Entscheidung, da der Hauptpreis bisher nur einmal, im Jahr 2006, verliehen wurde. Stattdessen vergaben die Organisatoren eine ungewöhnlich hohe Zahl an Sonderpreisen, darunter neue Auszeichnungen wie der Preis für das "Erfolgreiche Debüt" sowie eine Würdigung der Branchenlegende Ljudmila Lokajtschuk-Henneberger.

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Der Wettbewerb zog zudem mehr Studierende von renommierten Musikhochschulen an, die traditionell eher auf Oper als auf leichtere Theaterformen spezialisiert sind. Der Juryangehörige und gefeierte Regisseur Georgi Issakjan hob die herausragenden Operetten-Darbietungen hervor, nannte sie "Offenbarungen" und betonte die Bedeutung junger Künstler für die Zukunft des Genres.

Der langjährige Teilnehmer Maxim Issakowitsch verwies darauf, dass das Musical in den letzten Jahren dominierte und die Operette in den Hintergrund gedrängt habe. Doch diese Ausgabe kehrte den Trend um: Mit 56 Operetten-Einreichungen gegenüber 50 Musicals lag die Operette knapp, aber erstmals wieder vorn.

Die Jubiläumsveranstaltung schloss mit einer größeren Preispalette als je zuvor. Die Zunahme der Operetten-Beiträge und der Zustrom klassisch ausgebildeter Studierender deuten auf ein erneuertes Interesse am Genre hin. Gleichzeitig unterstreicht das Fehlen eines Grand-Prix-Gewinners die sich wandelnden Maßstäbe des Wettbewerbs und seinen Fokus auf aufstrebende Talente.

Quelle