René Benko in 18. Strafuntersuchung: Millionenbetrug und Insolvenzvorwürfe
Nina MüllerRené Benko in 18. Strafuntersuchung: Millionenbetrug und Insolvenzvorwürfe
René Benko steht nun in München wegen des Verdachts auf Veruntreuung von Geldern in seiner 18. Strafuntersuchung. Der Milliardär sitzt seit Januar 2025 in Untersuchungshaft, während die Staatsanwaltschaft mutmaßliche Finanzvergehen im Umfang von mehreren hundert Millionen Euro prüft.
Die Ermittlungen in dem Fall begannen im Mai. Den Behörden zufolge sollen Gelder, die eigentlich für Immobilienprojekte bestimmt waren, stattdessen an die Signa-Muttergesellschaft und andere Unternehmensbeteiligungen umgeleitet worden sein. Ein Beispiel ist eine Summe von 120 Millionen Euro eines Münchner Projektentwicklers, die angeblich zweckentfremdet statt für den vorgesehenen Einsatz verwendet wurde.
Die Staatsanwaltschaft wirft Signa Prime Selection zudem vor, als eine Art „finanzieller Staubsauger“ für den Signa-Konzern fungiert zu haben. Dieselbe Vorgehensweise soll auch bei einem 187-Millionen-Euro-Geschäft mit einem saudischen Staatsfonds angewendet worden sein. Unter den Verdachtsmomenten stehen Untreue und Betrug.
Neben den Münchner Ermittlungen wirft auch Benkos Privatinsolvenz weitere Fragen auf. Zu den umstrittenen Vermögenswerten zählen unter anderem wertvolle Damenringe. Unterdessen wird sich der österreichische Oberste Gerichtshof an diesem Donnerstag mit den Berufungen in Benkos erstem Insolvenzverschleppungsprozess befassen.
Die laufenden Untersuchungen unterstreichen die schweren Vorwürfe der Finanzkriminalität. Die Staatsanwaltschaft prüft weiterhin die Geldflüsse und die Rolle von Signa Prime Selection. Das Ergebnis der anstehenden Berufungsverhandlung und der Münchner Ermittlungen wird die weiteren Schritte im juristischen Verfahren bestimmen.
