23 April 2026, 18:07

Sachsen-Anhalt blockiert AfD-Praktika für Schüler beim Girls' und Boys' Day

Plakat mit der Aufschrift "Kinderaert ist eine nationale Geißel - Sollen wir die Industrie das Land fesseln lassen" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das eine vielfältige Gruppe von Menschen zeigt, die gemeinsam stehen.

Sachsen-Anhalt blockiert AfD-Praktika für Schüler beim Girls' und Boys' Day

Schulen in Sachsen-Anhalt verbieten Schülerpraktika bei der AfD-Landtagsfraktion

Schulen in Sachsen-Anhalt haben Schülern die Teilnahme an Praktika bei der Landtagsfraktion der AfD untersagt. Betroffen ist der jährliche Girls' Day und Boys' Day, der Jugendlichen kurze Berufserfahrungen ermöglicht. Begründet wird das Verbot mit Bedenken gegenüber der politischen Ausrichtung der Partei.

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Über 20 Schüler hatten sich in diesem Jahr für ein Praktikum bei der AfD-Fraktion beworben. Das Bildungsministerium des Landes blockierte die Anträge jedoch mit der Begründung, Schulen müssten verfassungsgemäße Werte verteidigen. Bildungsminister Jan Riedel (CDU) unterstützte die Entscheidung und bezeichnete Teile des AfD-Programms als "undemokratisch" und "menschenverachtend".

Riedel verwies zudem auf die Einstufung der Partei als "gesichert rechtsextremistische" Organisation. Eine Zusammenarbeit mit der Fraktion sei daher unangemessen, so der Minister. Die AfD wies das Verbot zurück und sprach von einer politisch motivierten Maßnahme.

Ulrich Siegmund, Fraktionsvorsitzender der AfD im Landtag, argumentierte, die Fraktion agiere unabhängig von der Partei selbst. Dennoch bleibt die Sperre bestehen – Schüler dürfen keine Praktika bei der Organisation absolvieren.

Die Entscheidung bedeutet, dass Jugendliche in Sachsen-Anhalt künftig keine Berufserfahrung bei der AfD-Landtagsfraktion sammeln können. Das Verbot folgt auf die umstrittene Einordnung der Partei und die Kritik an ihrem politischen Programm. Schulen werden die Schüler stattdessen auf alternative Praktikumsplätze für den anstehenden Girls' und Boys' Day verweisen.

Quelle