SAP kauft Dremio und Prior Labs – KI- und Datenstrategie wird massiv ausgebaut
Nina MüllerSAP kauft Dremio und Prior Labs – KI- und Datenstrategie wird massiv ausgebaut
SAP übernimmt zwei Schlüsselunternehmen, um KI- und Datenkompetenzen auszubauen
Der deutsche Softwarekonzern SAP hat mit dem Open-Data-Lakehouse-Anbieter Dremio und dem KI-Start-up Prior Labs zwei strategische Übernahmen getätigt, um seine Position in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Datenanalyse zu stärken. Die Transaktionen folgen auf die Partnerschaft mit Databricks im vergangenen Jahr sowie die frühere Übernahme des Datenspezialisten Reltio.
Mit den Deals will SAP seine Lücken in der KI-Entwicklung schließen und Unternehmen bessere Möglichkeiten bieten, Daten zu verwalten und auszuwerten. Im Fokus stehen Lösungen, die Unternehmensdaten nutzbarer machen.
Dremio, Anbieter einer offenen Data-Lakehouse-Plattform, soll Kunden dabei unterstützen, von fragmentierten Daten zu KI-gestützten Erkenntnissen zu gelangen. Wie SAP-CTO Philipp Herzig betont, entsteht durch die Integration eine offene Plattform für fundiertere Entscheidungsprozesse.
Zudem hat SAP das KI-Start-up Prior Labs übernommen, das sich auf tabellarische Grundlagenmodelle spezialisiert hat. In den nächsten vier Jahren plant der Konzern, eine Milliarde Euro in das Labor zu investieren. Diese Modelle sollen den Zugang zu strukturierten Unternehmensdaten vereinfachen und ihre Nutzung optimieren.
Die SAP Business Data Cloud wird künftig SAP- und Fremddaten im Apache-Iceberg-Format zusammenführen – dabei kommt Dremios Technologie eine zentrale Rolle zu. Prior Labs wiederum gilt als SAPs „nächstes KI-Grenzlabor“ und treibt voran, wie Unternehmen mit Daten interagieren.
Die Übernahmen bauen auf früheren Schritten auf, darunter die strategische Partnerschaft mit Databricks 2023 und die Übernahme des Datenmanagement-Unternehmens Reltio. Mit Dremio und Prior Labs unterstreicht SAP seinen Kurs, KI- und Datentools weiter auszubauen. Kunden erhalten damit verbesserte Möglichkeiten, Informationen über verschiedene Systeme hinweg zu verwalten und zu analysieren. Die Investitionen zeigen zudem SAPs langfristigen Fokus auf offene Plattformen und strukturierte Unternehmensdaten.






