26 June 2026, 22:18

Schweinsteiger löst Rassismus-Debatte nach WM-Kommentar über Elfenbeinküste aus

Bastian Schweinsteiger sagt, seine Bemerkungen zum Stil der Elfenbeinküste bei der WM seien nicht persönlich gemeint

Schweinsteiger löst Rassismus-Debatte nach WM-Kommentar über Elfenbeinküste aus

Bastian Schweinsteigers jüngste Äußerungen über den Fußballstil der Elfenbeinküste haben für Aufsehen gesorgt. Der Deutsche bezeichnete ihr Spiel als „etwas afrikanischen Fußball, etwas unorthodox, etwas wild“ und deutete an, es mangele an taktischer Disziplin. Ivorküsten-Trainer Emerse Faé konterte und warf Schweinsteiger vor, rassistische Untertöne zu verbreiten.

Schweinsteiger relativierte später, seine Worte hätten sich auf taktische Aspekte bezogen, nicht auf einzelne Spieler. Er betonte, er habe niemanden verletzen wollen. ARD-Programmdirektor Axel Balkausky unterstützte diese Sicht und erklärte, die Aussagen bezögen sich auf Fußballstrategien und nicht auf persönliche Kritik.

Der Streit eskalierte nach dem 2:1-Sieg Deutschlands gegen die Elfenbeinküste in der Gruppenphase. Faé hatte sein Team zuvor zu einem historischen 2:0 gegen Curaçao geführt und damit erstmals das Achtelfinale einer WM erreicht. Unterdessen wirkte Jürgen Klopp sichtlich unbehaglich, als er zu Schweinsteigers Aussagen befragt wurde, und brach das Interview zum Thema ab.

Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, ob Schweinsteigers Worte eine taktische Analyse oder eine pauschalisierende Verallgemeinerung waren. Der Einzug der Elfenbeinküste in die K.-o.-Phase markiert einen Meilenstein für die Mannschaft. Die Diskussion um die Äußerungen wird den Turnierverlauf wohl weiter begleiten.

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