Spargelkrise 2025: Baden-Württemberg kämpft mit Importrückgang und Ernteproblemen
Mila KleinBaden-Württemberg importiert weniger Spargel - Spargelkrise 2025: Baden-Württemberg kämpft mit Importrückgang und Ernteproblemen
Baden-Württemberg verzeichnete 2025 Rückgang bei Spargelimporten und leichten Ernterückgang
In Baden-Württemberg gingen die Spargelimporte 2025 zurück, während die heimische Ernte leicht sank. Landwirte begannen früher als üblich mit der Ernte, was die Nachfrage nach ausländischen Lieferungen dämpfte. Gleichzeitig unterbrachen schwere Überschwemmungen in Spanien – Deutschlands wichtigstem Spargellieferanten – die Handelsströme zusätzlich.
Die Region importierte im vergangenen Jahr rund 2.900 Tonnen frischen oder gekühlten Spargel, 640 Tonnen (18,3 %) weniger als 2024. Spanien blieb mit einem Anteil von 52,1 % der Hauptlieferant. Die Überschwemmungen und Ernteausfälle dort dürften zu den geringeren Liefermengen beigetragen haben.
Lokale Erzeuger brachten 8.442 Tonnen auf den Markt – etwa zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Durch den frühen Saisonstart verringerte sich jedoch die Abhängigkeit von Importen. Händler verzeichneten eine stärkere Nachfrage nach regionalem Grünspargel, obwohl der Pro-Kopf-Verbrauch insgesamt leicht zurückging.
In den vergangenen fünf Jahren deckte Spanien konstant 60 bis 70 % der deutschen Spargelimporte ab. Peru und andere EU-Länder springen als Alternative ein, wobei sich ihre Anteile je nach Wetter und Erntebedingungen jährlich verschieben.
Der Rückgang bei Importen und der kleinere heimische Ertrag spiegeln sowohl wetterbedingte Herausforderungen als auch veränderte Verbrauchergewohnheiten wider. Während Spaniens Produktion unter den Überschwemmungen litt, passten die Landwirte in Baden-Württemberg ihre Erntezeiten an – der Markt reagierte mit knapperen Beständen. Die Handelstrends deuten auf eine wachsende Vorliebe für regionalen Grünspargel hin, trotz des insgesamt leicht gesunkenen Verbrauchs.