Steuerzahlerbund prüft 290.000-Euro-Rebranding der hessischen Landesregierung
Claudia FischerSteuerzahlerbund prüft 290.000-Euro-Rebranding der hessischen Landesregierung
Der Bund der Steuerzahler Hessen prüft die jüngsten Kosten für das Rebranding der Landesregierung. Das neue Corporate Design, das von der Agentur Ogilvy entwickelt wurde, soll rund 290.000 Euro gekostet haben. Kritiker halten die Ausgaben in einer Phase finanzieller Belastungen für nicht gerechtfertigt.
Die Untersuchung folgt einer öffentlichen Debatte über den Zeitpunkt und die Höhe der Ausgaben für das Rebranding. Joachim Papendick, Vorsitzender des Verbandes, hinterfragte, ob das Geld nicht sinnvoller anders hätte eingesetzt werden können. Er betonte, dass Steuergelder vorrangig in essentielle Bereiche wie Bildung, Straßen und Sicherheit fließen sollten.
Der Verband erkennt zwar die Notwendigkeit einer modernen visuellen Identität an, besteht jedoch auf eine verantwortungsvolle Haushaltsführung. Sollten die Kosten als überzogen eingestuft werden, könnte das Rebranding in das jährliche "Schwarzbuch der Steuergeldverschwendung" aufgenommen werden. Die Organisation prüft nun, ob der Nutzen des Designs die Ausgaben rechtfertigt.
Das Ergebnis der Überprüfung wird entscheiden, ob das Rebranding weiteren Prüfungen unterzogen wird. Werden die Kosten als unverhältnismäßig angesehen, könnte der Fall grundsätzliche Fragen zu den Prioritäten der öffentlichen Ausgaben aufwerfen. Die Landesregierung hat sich bisher nicht zu der Kritik geäußert.






