Strom wird günstiger – doch Gasrechnungen drohen zu steigen
Strompreise in Deutschland sinken – doch Sorge um Gasrechnungen bleibt
Die Strompreise in Deutschland gehen zurück, doch die Befürchtungen über steigende Gaskosten bestehen weiter. Der Rückgang der Stromkosten ist auf das wachsende Angebot an erneuerbaren Energien zurückzuführen, das die Nachfrage mitunter übersteigt. Gleichzeitig warnen die Aufsichtsbehörden, dass die Gasrechnungen in den kommenden Monaten dennoch steigen könnten.
Immer häufiger kommt es in Deutschland zu negativen Strompreisen. Dies passiert, wenn das Angebot aus Wind- und Solarparks die Nachfrage übertrifft. Der Trend ist unter anderem auf den steigenden Anteil günstiger erneuerbarer Energien im Strommix zurückzuführen.
Um das Problem zu lösen, hat Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, vorgeschlagen, die Speicherkapazitäten auszubauen. Ein weiterer Ansatz sieht vor, feste Einspeisevergütungen durch den direkten Verkauf am Markt zu ersetzen. Müller schloss auch regulatorische Maßnahmen zur Stabilisierung der Preise nicht aus.
Beim Gas rief Müller die Haushalte dazu auf, sparsam mit Energie umzugehen. Die meisten Privatkunden profitieren derzeit noch von Preengarantien, die zwölf Monate oder länger gelten. Bei Folgeverträgen könnten die Kosten jedoch steigen – wenn auch nicht so drastisch wie nach dem russischen Angriff auf die Ukraine.
Die Bundesnetzagentur beobachtet weiterhin sowohl den Strom- als auch den Gassektor. Während erneuerbare Energien die Strompreise drücken, müssen sich Gaskunden auf mögliche Preiserhöhungen einstellen. Die Behörden prüfen Wege, um Angebot und Nachfrage im Energiesektor besser in Einklang zu bringen.






