04 May 2026, 18:10

Tempo 50 im Elm-Wald: Seltene Salamander erhalten Schutz vor Straßenverkehr

Plakat mit drei Arten von Salamandern in einer Wasser- und Pflanzenumgebung mit Text unten.

Tempo 50 im Elm-Wald: Seltene Salamander erhalten Schutz vor Straßenverkehr

Tempo 50: Neue Geschwindigkeitsbegrenzung schützt seltene Amphibien im Elm-Wald

Auf einem Abschnitt der Landstraße L629 im niedersächsischen Elm-Wald wird demnächst eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h eingeführt. Die Maßnahme dient dem Schutz seltener Amphibien, darunter des Feuersalamanders, dessen Bestand durch den Straßenverkehr zunehmend bedroht wird. Die Beschränkung gilt von Mitte Mai bis Ende September auf der Strecke zwischen Erkerode und Tetzelstein.

Feuersalamander sind eine auffällige Art, die durch ihre markanten schwarz-gelben oder orangefarbenen Muster leicht zu erkennen sind. Jedes Tier trägt ein einzigartiges Zeichnungsmuster. Die Amphibien bevorzugen bewaldete Gebiete mit natürlichen Bächen und Quellen, wo sie sich oft unter Totholz, in Felsspalten oder Höhlennischen verstecken.

Der Elm-Wald beherbergt eine landesweit bedeutende Population dieser Tiere. Ihre Paarungszeit beginnt Anfang März und dauert bis Mai, wobei die Larvenentwicklung bis September andauert. In dieser Phase sind die Salamander besonders aktiv in erdnahen Lebensräumen nahe der Straße, wo sich ihre Laich- und Wohngebiete parallel zur Fahrbahn erstrecken.

Der Straßenverkehr stellt eine der größten Gefahren für ihr Überleben dar. Neben direkten Zusammenstößen erzeugen vorbeifahrende Fahrzeuge Luftdruckwellen, die für die Tiere tödlich enden können. Weitere Bedrohungen sind Lebensraumzerstörung und die Ausbreitung der Salamanderpest, einer tödlichen Pilzerkrankung. Bei Gefahr sondern die Tiere ein Hautgift ab, das die menschliche Haut reizen kann – Berührungen sind daher riskant.

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Die neue Tempobegrenzung soll nicht nur Feuersalamander schützen, sondern auch anderen Amphibienarten wie dem Kammmolch und dem Springfrosch, die entlang der Route wandern und ebenfalls durch schnellen Verkehr gefährdet sind. Durch die reduzierte Geschwindigkeit erhoffen sich die Behörden weniger Wildunfälle und einen besseren Schutz dieser sensiblen Arten.

Die Geschwindigkeitsbeschränkung bleibt bis Ende September in Kraft und deckt damit die Hauptaktivitätsphase der Amphibien ab. Die Maßnahme ist Teil der laufenden Bemühungen, die einzigartige Tierwelt des Elm-Waldes zu bewahren. Ohne solche Eingriffe könnten Straßenverkehr und Lebensraumverlust den ohnehin fragilen Bestand der Feuersalamander weiter schrumpfen lassen.

Quelle