14 April 2026, 20:06

Tesla-Verkäufe in Deutschland: Wie Musks AfD-Unterstützung die Nachfrage spaltet

Anzeige für ein Mercedes-Benz-Fahrzeug in Berlin, Deutschland, das eine Gruppe von Menschen, Bäume, Gebäude, Text und einen Stempel zeigt.

Tesla-Verkäufe in Deutschland: Wie Musks AfD-Unterstützung die Nachfrage spaltet

Eine neue Studie zeigt, dass sich die Verkäufe von Tesla in Deutschland nach der öffentlichen Unterstützung der rechtspopulistischen AfD durch Elon Musk deutlich veränderten. Während die Neuzulassungen in den meisten Regionen zurückgingen, verzeichneten einige Gebiete mit starker AfD-Anhängerschaft einen deutlichen Nachfrageanstieg. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Luxuskäufe wie Autos politische Überzeugungen widerspiegeln können.

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Forschende der Universität Innsbruck analysierten die Tesla-Verkäufe in Deutschland vor und nach Musks Unterstützungserklärung für die Alternative für Deutschland (AfD) Anfang 2025. Vor der Äußerung lag die Marke bei durchschnittlich etwa 2.990 Neuzulassungen pro Monat. Danach sank die Zahl auf rund 1.210 – ein Rückgang von über 60 %.

Laut Studie verlor Tesla allein im ersten Halbjahr 2025 durch die Kontroverse mindestens 6.500 Verkäufe. Doch in Regionen mit starker AfD-Unterstützung entwickelte sich der Absatz gegenläufig. In Halle etwa stiegen die Neuzulassungen von Tesla von vier im frühen Jahr 2024 auf 20 im gleichen Zeitraum 2025 – ein Anstieg um 400 %.

Insgesamt legen die Daten nahe, dass hochpreisige Konsumgüter als politische Symbole fungieren können. Teslas Erfahrung verdeutlicht, wie schnell sich die Markenwahrnehmung ändern kann, wenn sie mit polarisierenden Persönlichkeiten oder Bewegungen verknüpft wird.

Die Ergebnisse der Studie belegen einen klaren Zusammenhang zwischen politischer Gesinnung und Kaufverhalten bei Autos. Teslas gemischte Bilanz – sinkende Verkäufe bundesweit, aber steigende Nachfrage in AfD-Hochburgen – zeigt, wie öffentliche Stellungnahmen die Konsumentscheidungen prägen können. Die Erkenntnisse könnten andere Marken veranlassen, ihre politischen Verbindungen zu überdenken.

Quelle