06 May 2026, 01:56

"TwinKomplex" verwischt die Grenzen zwischen Spiel, Film und interaktivem Storytelling

Offenes Buch mit komplexen Mustern und Text auf seinen Seiten, das auf einer schwarzen Oberfläche ruht.

"TwinKomplex" verwischt die Grenzen zwischen Spiel, Film und interaktivem Storytelling

Eine neue Form interaktiver Unterhaltung stellt die Grenzen zwischen Spielen, Filmen und Erzählkunst infrage.TwinKomplex, ein Online-Erlebnis, das als „lebendiger Roman“ beschrieben wird, ist seit November 2021 auf Englisch und Deutsch verfügbar. Sein Schöpfer, Dr. Martin Burckhardt, will damit revolutionieren, wie Publikum mit digitalen Erzählformen interagiert.

Die Idee, nutzergenerierte Inhalte mit klassischen Medien zu verbinden, existiert bereits seit den späten 1990er-Jahren. Frühe Versuche scheiterten jedoch oft daran, Interaktivität und Erzählstränge nahtlos zu vereinen. Später gelang es Heavy Rain als einem der ersten Titel, Spielmechaniken und filmisches Storytelling überzeugend zu verbinden.

TwinKomplex treibt dieses Konzept weiter voran, indem es Spieler in das fiktive Hauptquartier eines Geheimdienstes am Berliner Flughafen Tempelhof versetzt. Anders als herkömmliche Spiele verlangt es vor dem Zugang psychologische Tests – die Grenze zwischen Realität und Fiktion verschwimmt. Das Projekt umfasst ein Drehbuch mit genug Material für drei Monate durchgehendes Spiel, wobei regelmäßig neue Inhalte hinzugefügt werden.

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Entwickelt vom Studio Ludic Philosophy, führt das Spiel mit Hal 9001 einen KI-Bot ein, der mit den Spielern interagiert. Dieses Element unterstreicht den experimentellen Charakter des Erlebnisses und sprengt klassische Strukturen. Selbst Aristoteles’ antike Dramenform – mit Steigerung, Peripetie und Katastrophe – findet in dieser sich ständig wandelnden digitalen Welt neue Ausdrucksformen.

TwinKomplex ist weder Buch noch Film noch klassisches Spiel. Durch sein fortlaufendes Drehbuch und die psychologischen Zugangsvoraussetzungen entsteht ein immersives, sich ständig veränderndes Erlebnis. Das Projekt spiegelt einen wachsenden Trend wider: Storytelling passt sich zunehmend in Echtzeit der Teilhabe des Publikums an.

Quelle