Ulla Schmidt fordert radikale Pflegereform für mehr Gerechtigkeit und Finanzstabilität
Mila KleinUlla Schmidt fordert radikale Pflegereform für mehr Gerechtigkeit und Finanzstabilität
Ulla Schmidt, Vorsitzende der Lebenshilfe und ehemalige Bundesgesundheitsministerin, hat das aktuelle Pflegeversorgungssystem als ineffizient kritisiert. Sie schlägt umfassende Reformen vor, um die Finanzierung und Gerechtigkeit in der sozialen Pflege zu verbessern.
Schmidt argumentiert, dass das bestehende System keinen gleichberechtigten Zugang zu Leistungen, Infrastruktur und Fachkräften biete. Sie ist überzeugt, dass eine kollektive Steuerung der Langzeitpflege Kürzungen für diejenigen verhindern würde, die am dringendsten Unterstützung benötigen.
Ihre Vorschläge umfassen die Zusammenlegung der Pflegeversicherungsbeiträge durch einen Bundestagsbeschluss – ohne Grundgesetzänderung. Zudem will sie Steuer- und Pflegereformen verknüpfen, um familienpolitische Leistungen gerechter zu finanzieren.
Darüber hinaus forderte Schmidt eine Anhebung des Renteneintrittsalters sowie stärkere Anreize, länger zu arbeiten. Gleichzeitig betonte sie, dass Menschen, die ihre Berufstätigkeit nicht verlängern können, unterstützt werden müssten – etwa durch angemessene Erwerbsminderungsrenten.
Sie rief zu einer breiteren Debatte auf, wer die Kosten für familienpolitische Leistungen tragen solle, und unterstrich, dass alle denselben Anspruch auf Langzeitpflege haben sollten. Schmidts Plan zielt auf ein stabileres und faireres System ab. Durch die Zusammenführung der Beiträge und eine Reform der Finanzierung will sie eine bessere Versorgung für alle sichern. Die Diskussion über Renteneintrittsalter und Unterstützung bei Erwerbsminderung bleibt ein zentraler Bestandteil ihrer Vision.






