Union und AfD liegen im Umfrage-Duell erstmals gleichauf bei 25 Prozent
Nina MüllerSonntagstrend: Union verliert leicht und liegt nun wieder gleichauf mit der AfD - Union und AfD liegen im Umfrage-Duell erstmals gleichauf bei 25 Prozent
Ein neues Meinungsforschungsinstitut zeigt ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Deutschlands beiden führenden Parteien. Die konservativ-bürgerliche Unionsfraktion und die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) liegen nun gleichauf bei 25 Prozent. Die Umfrage, die vom Institut Insa im Auftrag der Bild am Sonntag durchgeführt wurde, spiegelt die sich wandelnden Wählerpräferenzen vor möglichen Neuwahlen wider.
Der aktuelle Sonntagstrend, erhoben zwischen dem 9. und 13. März unter 1.201 Befragten, weist eine Fehlerquote von plus/minus 2,9 Prozentpunkten auf. Die Union verlor im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt, während die AfD stabil blieb.
Die sozialdemokratische SPD kommt auf 15 Prozent. Die Grünen verzeichneten einen leichten Anstieg und legten einen Punkt zu, sodass sie nun bei 12 Prozent liegen. Die Linke bleibt unverändert bei 11 Prozent.
Am unteren Ende der Skala liegen das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) und die wirtschaftsliberale FDP jeweils bei 3 Prozent. Frühere Daten des Allensbach-Instituts hatten gezeigt, dass die Zustimmung für die AfD von 25 Prozent Anfang Januar auf 24 Prozent Mitte Februar gesunken war.
Eine mögliche Kenia-Koalition aus Union, SPD und Grünen käme derzeit auf 52 Prozent der Stimmen. Dieses Bündnis erscheint auf Basis der aktuellen Zahlen der wahrscheinlichste Weg zur Regierungsbildung.
Die Umfrage unterstreicht eine eng umkämpfte politische Landschaft. Union und AfD liegen weiterhin gleichauf, während die kleineren Parteien nur minimalen Einfluss haben. Eine künftige Regierung würde voraussichtlich von Koalitionsverhandlungen unter den größeren Parteien abhängen.