13 March 2026, 22:08

VW Nutzfahrzeuge wächst 2025 mit Rekordabsätzen – doch Gewinne brechen ein

Ein Plakat mit einem Auto und Text, der einen Steuerbonus von bis zu 7.500 USD für den Kauf eines neuen oder gebrauchten Elektrofahrzeugs in 2023 bewirbt.

VW Nutzfahrzeuge wächst 2025 mit Rekordabsätzen – doch Gewinne brechen ein

Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) verzeichnete 2025 ein kräftiges Wachstum mit Rekordabsätzen und einem deutlichen Marktanteilszuwachs. Die Marke lieferte 428.000 Fahrzeuge aus – ein Plus von 6 Prozent –, während der Umsatz um 11 Prozent auf 16,9 Milliarden Euro stieg. Dennoch gingen die Gewinne aufgrund regulatorischer Herausforderungen und Marktdrucks zurück.

Der ID. Buzz blieb Europas meistverkauftes elektrisches Nutzfahrzeug, mit über 60.000 verkauften Einheiten – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Dieser Erfolg trug dazu bei, dass VWN seinen Marktanteil im Elektrosegment von 15 Prozent (2023) auf 28 Prozent (2025) ausbaute und damit Konkurrenten wie Mercedes-Benz Vans und den Ford Transit Electric überholte.

Die Auftragseingänge stiegen 2025 um fast ein Drittel, wobei einige Lieferungen auf 2026 verschoben wurden. Auch der Multivan erlebte sein bestes Jahr mit 38.700 ausgelieferten Einheiten – ein Anstieg um 31 Prozent.

Trotz der starken Absatzzahlen sank der Betriebsgewinn auf 245 Millionen Euro (2024: 743 Millionen). Die Umsatzrendite fiel von 4,9 auf nur noch 1,5 Prozent. Gründe dafür waren unter anderem Rückstellungen für mögliche CO₂-Strafen der EU sowie Schwierigkeiten in Nordamerika, etwa durch Zölle und den Wegfall von Fördergeldern für Elektrofahrzeuge.

Positiv entwickelte sich hingegen der Netto-Cashflow, der dank strenger Kostendisziplin auf 1 Milliarde Euro kletterte – ein Anstieg um 208 Prozent gegenüber 2024. Zudem behielt VWN seine Führungsposition in Deutschland und elf weiteren europäischen Märkten.

Für 2026 plant das Unternehmen ein großes Update mit neuen Versionen des ID. Buzz, Transporter und Crafter.

Fazit: Die Bilanz 2025 zeigt bei VWN eine Mischung aus starkem Absatzwachstum und finanziellen Belastungen. Die Dominanz im europäischen E-Transporter-Markt bleibt ungebrochen, doch regulatorische und marktbedingte Hürden drückten auf die Gewinne. Die für 2026 angekündigten Neuerungen sollen die Position weiter stärken.

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