Wolfenbüttel plant radikale Wärmewende bis 2040 ohne fossile Energien
Wolfenbüttel treibt seine Pläne für die Wärmewende voran
Die Stadt Wolfenbüttel setzt ihren ambitionierten Kurs fort, die Wärmeversorgung für Häuser und Gebäude grundlegend umzugestalten. Ein jetzt zur öffentlichen Konsultation vorliegender Strategieentwurf sieht vor, bis 2040 vollständig auf fossile Brennstoffe zu verzichten. Bürger:innen, Unternehmen und lokale Initiativen haben bis Ende Mai Zeit, die Vorschläge zu prüfen und ihre Stellungnahmen abzugeben.
Aktuell verbraucht Wolfenbüttel jährlich rund 600 Gigawattstunden Wärme – 90 Prozent davon stammen aus Gas, Öl und Kohle. Lediglich sechs Prozent werden aus erneuerbaren Energien gewonnen. Um dies zu ändern, teilt der neue Wärmeplan die Stadt in 46 unterschiedliche Zonen ein, für die jeweils maßgeschneiderte Dekarbonisierungsstrategien entwickelt werden.
Zwei zentrale Szenarien für das Jahr 2040 wurden ausgearbeitet. Beide sehen vor, fossile Energieträger komplett abzuschaffen und durch Wärmepumpen sowie den Ausbau von Fernwärmenetzen zu ersetzen. Dafür ist ein massiver Infrastrukturausbau nötig, darunter 180 Kilometer neue Niedrigspannungskabel und 150 zusätzliche Umspannstationen.
Da nur noch 14 Jahre bis zum Zieljahr bleiben, will die Stadt den Plan nach der Bürgerbeteiligung finalisieren. Die verabschiedete Fassung wird dann als Leitfaden für die Umsetzung der neuen Heizsysteme dienen. Der endgültige Wärmeplan legt dar, wie Wolfenbüttel bis 2040 eine vollständig CO₂-freie Wärmeversorgung erreichen will. Die Eingaben aus der Öffentlichkeitsbeteiligung während der Prüfphase werden die Strategie mitgestalten, bevor die Umsetzung beginnt. Ob die Stadt ihre Emissionen erfolgreich senken kann, hängt davon ab, wie schnell saubere Heiztechnologien in den kommenden Jahren ausgebaut werden.






