Wolfenbüttel senkt als erste Kommune Niedersachsens die Kita-Gruppengrößen
Nina MüllerWolfenbüttel senkt als erste Kommune Niedersachsens die Kita-Gruppengrößen
Wolfenbüttel ist die erste Kommune in Niedersachsen, die per Beschluss die Gruppengrößen in Kitas offiziell verringert. Der Stadtrat hat die Änderungen verabschiedet, die ab dem Kindergartenjahr 2026/2027 in Kraft treten. Die Entscheidung folgt Forderungen von Kita-Leitungen und Elternvertretern nach kleineren Gruppen.
Die Maßnahme ist Teil des Demografieprogramms Chancen 2030. In Krippegruppen sinkt die maximale Kinderzahl von 15 auf 14, in Kindergartengruppen von 25 auf 24. Auch in der Hortbetreuung wird die Gruppenstärke reduziert – von 20 auf 19 Kinder.
Die Kita-Leitungen müssen sicherstellen, dass die neuen Obergrenzen eingehalten werden, können jedoch in begründeten pädagogischen Fällen Ausnahmen zulassen. Der Stadtrat stimmte dem Vorhaben mit lediglich zwei Enthaltungen der AfD zu.
Bisher hat keine andere niedersächsische Kommune eine solche Reduzierung per offiziellen Beschluss umgesetzt. Unklar bleibt, wie viele Einrichtungen betroffen sein werden und welche Auswirkungen Personalmangel oder räumliche Engpässe haben könnten.
Die Änderungen treten zum Kindergartenjahr 2026/2027 in Kraft. Die Leitungen überwachen die Einhaltung der Vorgaben, wobei Flexibilität nur bei triftigen Gründen möglich ist. Wolfenbüttels Schritt setzt ein Signal in der Region – doch praktische Herausforderungen könnten noch auf die Kommune zukommen.






