21 March 2026, 08:06

1&1 baut Mobilfunknetz aus – doch Kosten explodieren und Kunden springen ab

Zwei Mobilfunkmasten mit Antennen, umgeben von Bäumen und Kabeln, vor einem klaren blauen Himmel.

1&1 baut Mobilfunknetz aus – doch Kosten explodieren und Kunden springen ab

1&1 baut Mobilfunknetz rasant aus – doch Kosten steigen und Kundenzahlen sinken

Seit dem Start im Dezember 2023 hat 1&1 sein Mobilfunknetz schnell ausgebaut. Das Unternehmen betreibt mittlerweile über 2.000 Standorte mit Mobilfunkmasten in ganz Deutschland und plant, weiter zu wachsen. Doch die jüngsten Geschäftszahlen zeigen steigende Kosten und einen Rückgang bei den Breitbandkunden.

Das Mobilfunknetz von 1&1 ging am 8. Dezember 2023 nach jahrelangen Verzögerungen an den Start. Lieferkettenprobleme bei Partnern hatten den Aufbau seit dem Erwerb der Frequenzlizenzen 2019 gebremst. Dennoch deckt das Netz mittlerweile mehr als 25 Prozent der deutschen Haushalte ab – bis 2030 soll die Abdeckung auf über 50 Prozent steigen.

Im Jahr 2023 baute 1&1 pro Quartal etwa 300 neue Maststandorte aus. Dieses Tempo soll 2024 beibehalten werden, doch das Netz bleibt deutlich kleiner als das der Konkurrenz: Vodafone verfügt über 28.000 Standorte, O2 über rund 29.000 und die Deutsche Telekom über 36.500. Ist das 1&1-Signal schwach, wechseln Kunden automatisch in das Netz von Vodafone – die Gebühren richten sich nach der Nutzung.

Finanziell verzeichnete 1&1 2025 einen Umsatzanstieg von 1,8 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Der Nettogewinn brach jedoch auf 166 Millionen Euro ein – fast die Hälfte des Vorjahreswerts. Höhere Roaming-Kosten und hohe Investitionen in den Netzausbau belasteten die Bilanz. Gleichzeitig verlor die Breitbandtochter 1&1 Versatel 2025 etwa 110.000 Kunden, was den allgemeinen Rückgang bei Festnetzanschlüssen widerspiegelt.

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Unternehmenschef Ralph Dommermuth schloss einen Verkauf des Konzerns aus. Er bestätigte, dass es keine Gespräche mit Telefónica oder anderen potenziellen Käufern gebe, und signalisierte damit den Willen zu eigenständigem Wachstum.

Trotz finanzieller Belastungen und schrumpfender Breitbandkundenzahlen treibt 1&1 den Netzausbau voran. Die Mobilfunkabdeckung bleibt zwar im Vergleich zu den großen Mitbewerbern begrenzt, doch bis 2030 will das Unternehmen mehr als die Hälfte der deutschen Haushalte erreichen. Der Fokus liegt auf Expansion – nicht auf Übernahmen.

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