1&1-Chef Dommermuth lehnt Verkauf ab und setzt auf Netzausbau bis 2026
Nina Müller1&1-Chef Dommermuth schließt Verkauf an Telefónica aus - 1&1-Chef Dommermuth lehnt Verkauf ab und setzt auf Netzausbau bis 2026
Ralph Dommermuth, Chef des Telekommunikationsunternehmens 1&1, hat Pläne für einen Verkauf des Unternehmens entschieden zurückgewiesen. Der Telekommanager betonte zudem die Fortschritte des Konzerns beim Ausbau seines Mobilfunknetzes in ganz Deutschland. Bis Ende 2025 war bereits ein Viertel der Haushalte – genauer 27 Prozent – abgedeckt, womit das Unternehmen die regulatorischen Vorgaben vorzeitig erfüllte.
Dommermuth unterstrich, dass 1&1 weiterhin zu seinem langfristigen Netzprojekt stehe. Bis Ende 2026 soll die Abdeckung auf 35 Prozent der deutschen Haushalte ausgeweitet werden. Gleichzeitig verwies er auf die Vorteile des Wettbewerbs: Die Etablierung eines vierten Anbieters habe zu sinkenden Preisen für Verbraucher geführt.
Trotz des anhaltenden Wachstums sieht sich 1&1 Herausforderungen gegenüber. Dommermuth liegt derzeit in einem Rechtsstreit mit der Bundesnetzagentur über die Verlängerung von Frequenzen im niedrigen Frequenzbereich. Gleichzeitig zeigt er sich offen für pragmatische Lösungen, etwa die gemeinsame Nutzung von Mobilfunkmasten in ländlichen Gebieten, um die Effizienz zu steigern.
Das Unternehmen hat keine detaillierten Vergleiche zu Marktanteilen oder Netzabdeckung im Vergleich zu Konkurrenten wie Telekom, Vodafone oder O2 veröffentlicht. Dennoch deutet die stetige Expansion auf eine wachsende Präsenz im deutschen Mobilfunkmarkt hin.
1&1 treibt den Netzausbau weiter voran und peilt bis Ende 2026 eine Abdeckung von 35 Prozent der Haushalte an. Der Rechtsstreit um die Frequenzverlängerung und Dommermuths Bereitschaft zur Zusammenarbeit bei der Infrastruktur könnten die künftige Entwicklung des Unternehmens prägen. Vorerst betont das Unternehmen jedoch, als unabhängiger Akteur am Markt bleiben zu wollen.






