Baubranche im April: Wachstum trotz steigender Materialkosten und Druck auf die Rentabilität
Nina MüllerBaubranche im April: Wachstum trotz steigender Materialkosten und Druck auf die Rentabilität
Im April präsentierte sich die Baubranche mit gemischten Ergebnissen: Während einige Bereiche Wachstum verzeichneten, gerieten andere unter Druck. Der Wohnungsbau sowie der öffentlich finanzierte Hochbau meldeten höhere Umsätze und mehr Neuaufträge, doch die weiter steigenden Materialkosten belasteten die gesamte Branche.
Besonders dynamisch entwickelte sich im April der Wohnungsbau. Sowohl die Umsätze als auch die Neuaufträge lagen über den Vorjahreswerten. Auch der Gewerbehochbau verzeichnete ein nominales Umsatzplus von 6,8 Prozent. Der Tiefbau trug ebenfalls zum Wachstum der Gesamtumsätze in allen drei Hauptsegmenten bei.
Der öffentlich finanzierte Bau profitierte von einer größeren Zahl staatlicher Aufträge, was die Umsätze nach oben trieb. Branchenweit stiegen die Neuaufträge im Vergleich zum April 2025 um 1,8 Prozent. Die kumulierten Umsätze von Januar bis April blieben jedoch nominal auf Vorjahresniveau.
Die Materialkosten blieben ein zentrales Problem. Die Preise zogen über alle Sparten hinweg an – allein Bitumen verteuerte sich im Mai 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 31,2 Prozent. Die steigenden Kosten dämpften die Auftragseingänge und setzten die Unternehmen in allen Bausparten unter Druck.
Zwar gab es in einzelnen Bereichen wie dem Wohnungsbau und bei öffentlichen Projekten Wachstum, doch der anhaltende Anstieg der Materialpreise belastet weiterhin die Rentabilität und die Auftragsvolumina. Die Unternehmen spüren die Spannungen mittlerweile in allen Segmenten der Bauwirtschaft.
