16 March 2026, 16:11

Bayerns marodes Schienennetz drohen massive Zugausfälle durch jahrelange Vernachlässigung

Eine alte Karte des Basel-Strasburg-Gebiets in Deutschland, die den Verlauf der Bahnstrecke mit Text und Linien zeigt.

Marode Bahn: Zugstreichungen in der Diskussion - Bayerns marodes Schienennetz drohen massive Zugausfälle durch jahrelange Vernachlässigung

Bayerns Schienennetz steht vor schweren Problemen nach Jahren der Vernachlässigung. Die Deutsche Bahn erwägt nun flächendeckende Zugausfälle wegen des maroden Gleisnetzes. Behörden warnen, dass die Sanierung der Infrastruktur noch ein weiteres Jahrzehnt dauern könnte.

Die möglichen Streichungen wurden nach einem Treffen zwischen Bahn-Chefin Evelyn Palla und Landespolitikern bekannt. Der CSU-Verkehrsexperte Jürgen Baumgärtner brachte die Pläne im Landtag zur Sprache. Das Unternehmen hat die Details zwar noch nicht bestätigt, will aber bis Ende dieser oder Anfang nächster Woche eine Entscheidung verkünden.

Verkehrsminister Christian Bernreiter lehnte einen früheren Vorschlag ab, die Strecke München–Rosenheim 2028 monatelang stillzulegen. Zwar will er Ausfälle verhindern, räumte jedoch ein, dass es keinen klaren Plan gebe, wie viele Verbindungen gekürzt werden müssten. Unterdessen fordert die Grünen-Fraktion die Landesregierung auf, die Mittel für dringende Reparaturen aufzustocken.

Der Verfall des Schienennetzes ist das Ergebnis jahrelanger Unterfinanzierung – eine vollständige Erholung könnte bis Mitte der 2030er-Jahre dauern. Die anstehende Ankündigung der Deutschen Bahn wird zeigen, welche Strecken von Einschränkungen betroffen sein könnten. Bis dahin müssen Fahrgäste und Unternehmen sich auf mögliche Angebotskürzungen einstellen.

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