01 May 2026, 04:08

Berliner Frauenprotest endet mit Spannungen – Polizei rüstet für 1. Mai auf

Gruppe von Menschen marschiert die Straße entlang und hält eine 'Solidarität und Feminismus'-Fahne, mit parkenden Fahrzeugen und Gebäuden im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Berliner Frauenprotest endet mit Spannungen – Polizei rüstet für 1. Mai auf

Berlin bereitet sich auf große Kundgebungen zum 1. Mai vor

Am Donnerstagabend versammelten sich in Berlin-Kreuzberg über 2.000 Menschen zum traditionellen Frauen*-Protestmarsch. Die Polizei meldete eine angespannte Stimmung mit vereinzelten Auseinandersetzungen und leichten Sachbeschädigungen während der Veranstaltung.

Die Demonstration begann am Kottbusser Damm und zog in Richtung Köpenicker Straße. Die Organisatorinnen hatten einen Abend des Protests geplant, doch die Kundgebung endete etwa zehn Minuten früher als vorgesehen. Teilnehmerinnen trugen Transparente und skandierten Parolen gegen Rassismus, Queerfeindlichkeit und Frauenhass. In einer Erklärung der Gruppe hieß es: "Es ist an der Zeit, unsere Wut zu bündeln und uns gegen rassistische, queerfeindliche und frauenverachtende Belästigung auf unseren Straßen zu wehren – und gegen die patriarchale Gesellschaft, die sie fördert. Wir weigern uns, uns anzupassen; stattdessen holen wir uns zurück, was uns rechtmäßig zusteht."

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Rund 1.800 Beamte waren am Donnerstag und in der Walpurgisnacht in ganz Berlin im Einsatz. Trotz des starken Polizeiaufgebots kam es zu vereinzelten Vorfällen mit Feuerwerkskörpern, und Gegenstände wurden auf Einsatzkräfte geworfen. Vier Fälle von Sachbeschädigung wurden registriert, darunter an Privatfahrzeugen und Polizeifahrzeugen. Eine Person wurde zudem wegen Beleidigung eines Polizisten festgenommen.

Die Polizei hatte die Teilnehmerzahl zunächst auf etwa 2.600 Menschen geschätzt – höher als die Angabe der Organisatorinnen. Die Stimmung blieb den ganzen Abend über spürbar angespannt. Die Behörden bereiten sich nun auf weitere Proteste am Freitag vor und planen, 5.300 Beamte in der Stadt einzusetzen.

Der Frauenprotest endete zwar früher als geplant, doch die Spannungen hielten an. Angesichts weiterer erwarteter Kundgebungen am Freitag verstärkt die Berliner Polizei ihre Präsenz deutlich. Die Ereignisse spiegeln anhaltende gesellschaftliche Konflikte wider, da Gruppen weiterhin gegen Diskriminierung und Belästigung protestieren.

Quelle