Blizzard entzieht europäischer Gilde ihren "World First"-Titel wegen Manipulation
Nina MüllerBlizzard entzieht europäischer Gilde ihren "World First"-Titel wegen Manipulation
Eine europäische Gilde in World of Warcraft hat ihren kürzlich errungenen "World First"-Titel verloren, nachdem Blizzard entschieden hatte, dass sie Spielmechaniken ausgenutzt hatte. Die Gruppe RAoV QA Strikes Back besiegte die mythische Version von Aberrus, der Schattenhafter Schmelztiegel, dabei jedoch nur mit grüner und blauer Ausrüstung – etwas, das unter normalen Bedingungen mathematisch unmöglich ist. Blizzard reagierte umgehend, annullierte den Bosskill und entzog der Gilde innerhalb weniger Stunden den Titel.
Die Gilde hat eine lange Geschichte der Kontroversen. Bei früheren Raids sicherte sie sich einen "World First" durch Manipulation von Spieldaten und das Ausnutzen unbeabsichtigter Fähigkeiten. Ihre Accounts wurden bereits mehrfach für mehrere Monate wegen Betrugs gesperrt, doch die Gruppe setzte ihre Grenzüberschreitungen fort.
Diesmal fehlte ihren Charakteren schlicht die nötige Stärke, um einen Boss im mythischen Schwierigkeitsgrad auf legitime Weise zu besiegen. Um ihre Taktiken zu unterbinden, nahm Blizzard in letzter Minute Anpassungen vor und erhöhte die Fähigkeiten des Bosses um bis zu 260 %. Die Änderungen sollten verhindern, dass der Raid unter ausgenutzten Bedingungen zu einfach fällt.
Trotz der Gegenmaßnahmen schaffte die Gilde den Kill, bevor Blizzard das Ergebnis für ungültig erklärte. Die Entscheidung des Entwicklers, die Leistung aberkennen, markiert einen weiteren Konflikt zwischen der Gilde und den Spielregeln.
Der Vorfall unterstreicht Blizzards anhaltende Bemühungen, für fairen Wettbewerb in den Hochlevel-Inhalten von World of Warcraft zu sorgen. RAoV QA Strikes Back bleibt ein Wiederholungstäter mit mehreren Sperren und aberkannten Titeln. Der Wettlauf um den mythischen Aberrus geht derweil weiter – ohne ihren umstrittenen Sieg.






