Braunschweig ermittelt nach Winterdienst-Chaos durch Schneesturm "Elli"
Clara BraunBraunschweig ermittelt nach Winterdienst-Chaos durch Schneesturm "Elli"
Schneechos in Braunschweig: Stadtrat leitet Untersuchung nach massiven Versäumnissen beim Winterdienst ein
Der Winterdienst in Braunschweig steht nach heftigen Schneefällen heftig in der Kritik, weil wichtige Verkehrswege tagelang unpassierbar blieben. Die Ratsfraktion DIE FRAKTION. BS forderte Aufklärung über nicht geräumte Straßen und mangelhafte Freihaltung von Radwegen während der Schneestürme des vergangenen Winters.
Der Sturm „Elli“ verschärfte die Lage zusätzlich: Der Nahverkehr kam zum Erliegen, Schulen blieben geschlossen, und Pendler saßen fest. Nun hat der Stadtrat eine Untersuchung der Pannen sowie mögliche Lösungen für kommende Winter beschlossen.
Während des Sturms blockierten Schneeverwehungen Hauptverkehrsstraßen, während Rad- und Fußwege über längere Zeit gar nicht geräumt wurden. Straßen wie die Leonhardstraße, Museumstraße und Helmstedter Straße waren nur teilweise oder erst nach Tagen befahrbar. Die Stadt räumte ein, dass Radwege im Schnitt nur alle 19 Stunden geräumt wurden – bei vielen Straßen dauerte es noch länger, bis der Schnee beseitigt war.
Ratsmitglieder warfen dem Dienstleister ALBA vor, weder über ausreichend Personal noch über die nötige Technik zu verfügen, um anhaltenden Schneefall zu bewältigen. Zudem stehe der aktuelle Winterdienst im Widerspruch zum Mobilitätsentwicklungsplan 2035 , mit dem Braunschweig nachhaltige Verkehrsformen fördern will. Da die Einsatzkräfte im Dauerbetrieb arbeiteten, aber kaum nachkamen, mussten viele Straßen kurz nach dem Räumen bereits erneut freigeschaufelt werden.
In einem Antrag wurde eine umfassende Prüfung der Ressourcen bei ALBA gefordert – von der Personalausstattung bis zur technischen Ausstattung. Zudem soll geklärt werden, welche Mehrkosten entstehen würden, falls Schichtmodelle ausgeweitet würden. Die Fraktion betonte, dass die Sicherheitsrisiken für Fußgänger und Radfahrer noch vor dem nächsten Winter behoben werden müssten.
Der Stadtrat unterstützte nun den Vorschlag, die Mängel beim Winterdienst aufzuarbeiten und bessere Betriebsmodelle zu entwickeln. Eine detaillierte Analyse der Leistung und Ressourcenverteilung bei ALBA soll folgen. Die Ergebnisse sollen in die künftige Planung einfließen, um Braunschweig auch bei starkem Schneefall verkehrssicher zu halten.






