BTS-Tournee könnte Südkoreas Wirtschaft um 68 Milliarden Euro beflügeln
Mila KleinBTS-Tournee könnte Südkoreas Wirtschaft um 68 Milliarden Euro beflügeln
Die bevorstehende "Arirang"-Welttournee von BTS könnte laut Analysten einen wirtschaftlichen Schub von bis zu 100 Billionen Won (rund 68 Milliarden Euro) auslösen. Die Dimension dieses Effekts wird mit den jüngsten globalen Auftritten von Taylor Swift verglichen. Bereits die kostenlosen Konzerte der Gruppe in Seoul im vergangenen Oktober hatten ihre immense wirtschaftliche Strahlkraft unter Beweis gestellt – und selbst Großveranstaltungen wie Coldplays München-Konzert oder Live Aid 1985 übertroffen.
Die Agentur HYBE, die BTS managt, hat für das anstehende Comeback-Konzert zentrale Standorte im Herzen Seouls gesichert. Für die sieben-tägige Nutzung des Gwanghwamun-Platzes zahlt das Unternehmen der Stadtverwaltung Seoul 30 Millionen Won (etwa 20.000 Euro). Weitere 61,2 Millionen Won (rund 41.000 Euro) fließen an den koreanischen Denkmalschutz (Korea Heritage Service) für den Zugang zum Gyeongbok-Palast und zum Sungnyemun-Tor – inklusive Filmrechte. Insgesamt belaufen sich HYBEs Zahlungen an Stadt und Zentralregierung für die Veranstaltungsflächen auf etwa 90 Millionen Won (rund 60.000 Euro).
Die Sicherheitsvorkehrungen für das Event werden umfangreich sein: Über 10.000 Einsatzkräfte sollen für Crowd-Management und Sicherheit während der Auftritte sorgen. Auch die wirtschaftlichen Folgeeffekte dürften beträchtlich ausfallen. Bloomberg schätzte, dass allein ein Tag kostenloser Konzerte auf dem Gwanghwamun-Platz der Seouler Wirtschaft rund 177 Millionen US-Dollar (etwa 165 Millionen Euro) einbringen könnte. Vize-Ministerpräsident Koo Yun-cheol betonte zudem, dass die immateriellen Vorteile – etwa globale Publicity und kultureller Einfluss – die direkten finanziellen Gewinne bei Weitem übersteigen könnten.
Die finanziellen Auswirkungen der letzten BTS-Kostenloskonzerte in Seoul (4.–6. Oktober 2023) waren atemberaubend: Bloomberg bezifferte den wirtschaftlichen Nutzen auf rund eine Milliarde US-Dollar (etwa 930 Millionen Euro) – mehr als Coldplays München-Konzert (560 Millionen Euro) oder das inflationsbereinigte Live Aid 1985 (125 Millionen US-Dollar). Trotz dieser Rekordsummen bleiben HYBEs Gesamtkosten für die Veranstaltungsflächen beim bevorstehenden Konzert unter 100 Millionen Won (etwa 66.000 Euro).
Die "Arirang"-Tournee wird BTS' Position als globale Wirtschaftsmacht weiter festigen. Bei minimalen Standortkosten, aber gewaltigen prognostizierten Einnahmen unterstreicht das Event die unübertroffene Einflusskraft der Gruppe. Die Behörden bereiten sich derweil auf den erwarteten finanziellen Boom – und die logistischen Herausforderungen vor, die ein solch hochkarätiges Spektakel mit sich bringt.






