C24 Direct Bank schließt überraschend Filiale – 70 Mitarbeiter vor verschlossener Tür
Nina MüllerC24 Direct Bank schließt überraschend Filiale – 70 Mitarbeiter vor verschlossener Tür
Dutzende Mitarbeiter der C24 Direct Bank fanden sich am 7. Mai vor ihrem Büro in Mainz wieder – und konnten nicht hineingelangen. Die plötzliche Schließung der Servicefiliale ließ rund 70 Angestellte ohne Vorwarnung oder formelle Mitteilung zurück. Viele waren weite Strecken angereist, nur um an der Tür ein Schild mit der Aufschrift „Firma geschlossen! Zutritt verboten!“ vorzufinden.
Die Bankleitung stellte den Betrieb umgehend ein und begründete dies mit wirtschaftlichen und strategischen Gründen. Die Belegschaft wurde mündlich informiert, erhielt jedoch keine schriftlichen Kündigungen. Stattdessen wurden die Mitarbeiter aufgefordert, ihre Schlüssel abzugeben, bevor sie das Gelände verließen.
Die Gewerkschaft Verdi griff ein, um den Angestellten zu helfen, ihre persönlichen Habseligkeiten aus den Räumlichkeiten zu holen. Auch Polizei und Aufsichtsbehörden schalteten sich ein und sorgten dafür, dass die Beschäftigten ihr gesetzlich verankertes „Recht auf Eigentum“ wahrnehmen konnten.
Die C24 Bankenservice, eine Tochter des Vergleichsportals Check24, war sechs Jahre lang aktiv gewesen. Doch ihr letztes Jahr war von Kundenbeschwerden und Berichten über mangelnde Sicherheitsvorkehrungen geprägt. Mitarbeiter hatten zuvor von einem angespannten Arbeitsklima berichtet – was die Überraschung über die abrupten Schließung noch verstärkte.
Die Pleite hinterlässt die ehemaligen Angestellten ohne formelle Kündigungsbestätigungen. Viele hatten täglich bis zu zwei Stunden Pendelzeit in Kauf genommen und stehen nun vor einer ungewissen Zukunft. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin, während die Betroffenen um Klarheit über ihre Rechte und ausstehende Forderungen kämpfen.






