Warum immer mehr Hobbygärtner auf Bio-Dünger umsteigen
Seit der Pandemie und der Energiekrise durch den Ukraine-Krieg steigen immer mehr Hobbygärtner auf Bio-Dünger um. Die stark gestiegenen Preise für synthetische Alternativen veranlassen viele, zu natürlichen Lösungen zu greifen. Dieser Wandel spiegelt einen größeren Trend wider, wie Menschen ihre Gärten heute pflegen.
Der Preis für flüssige Mineraldünger liegt für Verbraucher mittlerweile bei etwa 12 Euro pro Liter. Branchenexperten warnen, dass er bald auf 13 oder sogar 14 Euro klettern könnte. Wenn synthetische Produkte teurer werden, steigt in der Regel die Nachfrage nach biologischen Ersatzstoffen.
Der Bio-Markt wächst derzeit zwei- bis dreimal schneller als der konventionelle Sektor. Compo, ein führender Hersteller, gibt an, dass mittlerweile etwa zwei Drittel seines Sortiments für Boden- und Pflanzenpflege biologisch sind. Doch die eigentliche Herausforderung liegt in der Logistik: Die explodierenden Dieselkosten könnten Lieferverzögerungen und zusätzliche Gebühren nach sich ziehen.
Bisher bleiben die meisten Produkte ohne Preiserhöhungen in den Regalen. Die Hersteller haben Rohstoffe frühzeitig gesichert und so die diesjährige Ware vor der Inflation geschützt. Dennoch könnten synthetische Düngemittel im nächsten Jahr noch teurer werden, falls sich die Spannungen im Iran weiter zuspitzen.
Der Umstieg auf Bio-Dünger wird vor allem von Kosten und Verfügbarkeit vorangetrieben. Gärtner finden zwar noch ausreichend Ware, doch künftige Preisanstiege und Lieferengpässe bleiben ein Risiko. Der Trend zeigt, wie globale Ereignisse selbst die Gewohnheiten von Kleingärtnern verändern.






