07 April 2026, 14:12

Collien Fernandes bricht ihr Schweigen über digitale Gewalt und fordert Konsequenzen

Ein Mann im Anzug spricht in ein Mikrofon, wahrscheinlich zu einem Regierungsentwurf zur Internetverbots.

Collien Fernandes bricht ihr Schweigen über digitale Gewalt und fordert Konsequenzen

Schauspielerin Collien Fernandes hat sich zu ihren Erfahrungen mit digitaler Gewalt geäußert und aufgedeckt, wie gefälschte Profile, explizite Inhalte und Deepfakes genutzt wurden, um sie im Internet zu belästigen. Ihr Fall hat eine breite Welle der Forderung nach besseren rechtlichen Schutzmaßnahmen ausgelöst – Zehntausende Menschen verlangen strengere Maßnahmen gegen solche Übergriffe.

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Fernandes schilderte, wie in ihrem Namen gefälschte Profile, manipulierte Fotos und erotische Geschichten erstellt wurden. Sie betonte, dass Deepfakes, nicht einvernehmliche Pornografie und Identitätsdiebstahl gängige Mittel seien, um Frauen im Netz gezielt anzugreifen.

In einer Diskussion mit der Journalistin Caren Miosga und Justizministerin Stefanie Hubig verwies Fernandes auf das spanische Vorgehen als Vorbild im Kampf gegen digitale Gewalt. Sie machte deutlich, dass bestehende rechtliche Lücken Opfer schutzlos zurückließen und zu realen, langfristigen Schäden führten.

Miosga bezeichnete digitale Gewalt als systemisches Problem und verwies auf die Unklarheit, wer Verantwortung tragen solle – die Plattformen, die Polizei oder die Gerichte. Hubig räumte ein, dass Deutschland bei der Bewältigung des Problems noch hinterherhinke, und drängte auf dringende Reformen. Beide waren sich einig, dass klarere Regeln, Schulungen für die Polizei, Präventionsprogramme und schärfere Strafen notwendig seien.

Fernandes betonte zudem, dass keine Frau – unabhängig von ihrer Bekanntheit – vor digitalen Angriffen sicher sei. Die massive öffentliche Resonanz auf ihre Geschichte hat die Forderungen nach entschlossenem Handeln weiter verstärkt.

Die Debatte setzt die Behörden unter Druck, rechtliche Schlupflöcher zu schließen und die Unterstützung für Betroffene zu verbessern. Die Forderungen nach besserer Ausbildung, Prävention und härteren Strafen zielen darauf ab, der wachsenden Bedrohung durch digitale Gewalt gegen Frauen entgegenzuwirken.

Quelle