Deutsche Bahn bleibt unpünktlich – Besserung erst ab 2029 in Sicht
Die Pünktlichkeit der Deutschen Bahn wird sich laut Vorstandsvorsitzender Evelyn Palla in absehbarer Zeit nicht verbessern. Die überalterte Infrastruktur und die hohe Auslastung des Netzes sorgen dafür, dass Verspätungen voraussichtlich auf dem aktuellen Niveau bleiben. Als Reaktion darauf hat das Unternehmen drei neue Programme gestartet, um die Reiseerfahrung der Fahrgäste zu optimieren.
2025 kamen nur etwa 60 Prozent der Fernzüge pünktlich ans Ziel – ein Rückgang gegenüber den Vorjahren. Extremwetter zu Beginn des Jahres 2026 sowie anhaltende Baustellen und veraltete Infrastruktur verschärften die Probleme. Palla bestätigte, dass es für diese langjährigen Herausforderungen keine schnellen Lösungen gebe.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder bezeichnete die Schwierigkeiten der Bahn als potenzielle Gefahr für das Vertrauen der Bürger in die Demokratie. Er erklärte das frühere Ziel der früheren Führung, bis 2027 eine Pünktlichkeitsquote von 75 bis 80 Prozent zu erreichen, für unrealistisch. Stattdessen strebt die Bundesregierung nun an, bis 2029 mindestens 70 Prozent der Züge pünktlich anzukommen zu lassen.
Die neuen Maßnahmen konzentrieren sich auf drei zentrale Bereiche: saubere und sichere Bahnhöfe, mehr Komfort im Fernverkehr sowie bessere und transparentere Informationen für Reisende bei Störungen. Diese Schritte sind Teil der Agenda für zufriedene Kunden des Ministeriums, mit der die wachsende Unzufriedenheit der Fahrgäste gemindert werden soll.
Für das Jahr 2026 wird keine spürbare Besserung der Pünktlichkeit erwartet – eine nachhaltige Erholung gilt frühestens ab 2029 als möglich. Stattdessen setzt die Bahn kurzfristig auf Verbesserungen bei der Bahnhofsqualität, dem Reisekomfort und der Echtzeit-Kommunikation. Die Verantwortlichen räumen ein, dass die strukturellen Probleme nur im Laufe mehrerer Jahre gelöst werden können.






