Deutsche Telekom und T-Mobile US planen Mega-Fusion zum weltgrößten Mobilfunkanbieter
Nina MüllerDeutsche Telekom und T-Mobile US planen Mega-Fusion zum weltgrößten Mobilfunkanbieter
Deutsche Telekom und T-Mobile US loten mögliche Fusion aus – ein Deal, der die globale Telekommunikationsbranche verändern könnte
Die Deutsche Telekom und T-Mobile US prüfen eine mögliche Fusion, die die weltweite Telekommunikationslandschaft grundlegend umgestalten könnte. Die beiden bereits eng verbundenen Unternehmen erörtern derzeit eine Holdingstruktur, um ihre Geschäfte zusammenzuführen. Gelänge die Transaktion, entstünde der größte Mobilfunkanbieter der Welt – und würde damit China Mobile von der Spitze verdrängen.
Im Mittelpunkt der Gespräche steht ein Holdingmodell, bei dem die Anteile beider Konzerne über einen Aktientausch gebündelt würden. Die Deutsche Telekom hält derzeit rund 53 Prozent an T-Mobile US, das einen erheblichen Teil zu ihren Betriebserträgen beisteuert. Vorstandsvorsitzender Tim Höttges hat wiederholt betont, wie entscheidend das US-Geschäft für den Gesamtwert des Unternehmens ist.
Die deutsche Bundesregierung, die mit 28 Prozent an der Deutschen Telekom beteiligt ist, würde bei einer Einigung eine zentrale Rolle spielen. Von politischer Seite dürften Auflagen verknüpft werden, etwa der Schutz von Arbeitsplätzen in Deutschland oder die Sicherung weiterer Investitionen in den USA. Analysten zufolge würde die Fusion dem neuen Konzernverbund mehr Spielraum für künftige Großübernahmen verschaffen.
Das fusionierte Unternehmen könnte – ähnlich wie beim Zusammenschluss von Praxair und Linde – an den Börsen in den USA und Europa notiert werden. T-Mobile US bringt eine Marktkapitalisierung von etwa 215 Milliarden US-Dollar ein, während die Deutsche Telekom auf rund 141 Milliarden Euro taxiert wird. Der Deal könnte zudem den Bewertungsabschlag der Deutschen Telekom verringern und ihren Zugang zu Kapital verbessern.
Sollte die Fusion genehmigt werden, entstünde ein Telekommunikationsgigant mit beispielloser Größe. Der neue Konzern würde von stärkeren Finanzressourcen und einer breiteren globalen Präsenz profitieren. Doch bevor ein Abschluss möglich ist, gilt es noch regulatorische und politische Hürden zu überwinden.






