"Die Pfalz bleibt antifa": Kundgebung in Kaiserslautern mit Pyrotechnik und Festnahme
Clara Braun"Die Pfalz bleibt antifa": Kundgebung in Kaiserslautern mit Pyrotechnik und Festnahme
Angemeldete Kundgebung und Demonstration unter dem Motto "Die Pfalz bleibt antifa" in Kaiserslautern
Am 21. März 2026 fand in Kaiserslautern eine angemeldete Kundgebung und ein Marsch unter dem Motto "Die Pfalz bleibt antifa" statt. An der Veranstaltung nahmen zwischen 150 und 200 Personen teil, überwiegend aus linkspolitischen Kreisen. Es kam zu kurzen Unterbrechungen, als einige Teilnehmer gegen Versammlungsregeln verstießen, indem sie ihr Gesicht verdeckten und Pyrotechnik zündeten.
Die Demonstration begann planmäßig und führte durch das Zentrum Kaiserslautern. Die Route verlief von der Guimarães-Platz über die Richard-Wagner-Straße, Logenstraße und Eisenbahnstraße weiter über die Alleestraße, den Grünen Graben und die Fackelwoogstraße. Anschließend zog der Marsch durch die Königstraße, Moltkestraße und Pirmasenser Straße, bevor er am Musikerplatz endete.
Während des Zuges hielten sich einige Teilnehmer nicht an die Vorschriften, indem sie ihr Gesicht verhüllten und Pyrotechnik abbrannten. Die Polizei sprach Verwarnungen aus und unterbrach den Marsch vorübergehend, gewalttätige Auseinandersetzungen blieben jedoch aus. Später bestätigten die Behörden, dass in Zusammenhang mit diesen Vorfällen strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet wurden.
Zu einer weiteren Störung kam es, als ein Mann aus dem rechtsextremen Milieu festgenommen wurde. Er hatte ein Platzverbot missachtet und versucht, die Veranstaltung zu stören. Da er sich weigerte, den Bereich zu verlassen, nahmen Beamte ihn in Gewahrsam.
Trotz dieser Zwischenfälle verlief der Rest der Demonstration ohne weitere Vorkommnisse. Weitere Störungen oder Festnahmen wurden nicht gemeldet.
Die Kundgebung war die erste dokumentierte Veranstaltung unter diesem Motto in den vergangenen Jahren – vergleichbare Aktionen gab es in Deutschland in den letzten fünf Jahren nicht. Zwar hielten sich die meisten Teilnehmer an die Regeln, doch die Vorfälle mit Vermummung, Pyrotechnik und der rechtsextremen Störung führten zu laufenden juristischen Konsequenzen. Die Polizei bestätigte, dass die Lage den gesamten Tag über unter Kontrolle blieb.






