Dierfeld verzeichnet 100-prozentige Wahlbeteiligung - Dierfeld schafft perfekte Wahlbeteiligung mit nur acht Wählern
Dierfeld, die kleinste Gemeinde in Rheinland-Pfalz, sorgt für Schlagzeilen, nachdem sie bei der jüngsten Landtagswahl eine perfekte Wahlbeteiligung erreichte. Alle acht wahlberechtigten Einwohner gaben ihre Stimme ab – eine vollständige Teilnahme. Das Dorf, in dem nur 15 Menschen leben, arbeitete mit einer Nachbargemeinde zusammen, um die Wahlgeheimhaltung zu wahren.
Dierfeld liegt idyllisch zwischen Wäldern und Feldern, mit einer eigenen Kapelle und einem Friedhof. Zur Gemeinde gehören ein großes Gut und ein gärtnerischer Betrieb. Gemeinsam bewirtschaften die Einwohner 14 Hektar Gemeinschaftswald und 180 Hektar Privatwald.
Um das Wahlgeheimnis zu schützen, bildete Dierfeld mit Manderscheid einen gemeinsamen Wahlbezirk. Der Bürgermeister sammelte alle acht Stimmzettel ein und schickte sie per Post ab. Dieses Vorgehen erinnerte an frühere Praktiken in Hamm, einem Ort mit 16 Einwohnern, wo die Wahl einst im Haus des Vorgänger-Bürgermeisters stattfand.
In ganz Rheinland-Pfalz gibt es rund 140 Gemeinden mit weniger als 100 Einwohnern. Viele davon liegen im Landkreis Bitburg-Prüm in der Eifel, wo kleine Gemeinden oft vor logistischen Herausforderungen bei der Wahlorganisation stehen.
Die Wahl in Dierfeld zeigt, wie winzige Dörfer demokratische Prozesse anpassen. Durch gemeinsame Wahlbezirke sichern sie die Geheimhaltung und halten die Beteiligung hoch. Vorerst bleibt diese Methode eine praktische Lösung für die kleinsten Gemeinden der Region.






