01 May 2026, 04:07

Edenhofer warnt: Energiekrise könnte Öl- und Gasheizungen in Deutschland befeuern

Schwarz-weißes technisches Zeichnung einer 19. Jahrhundert-Wärme regulierenden Maschine mit zahlreichen Rohren und Ventilen, begleitet von erklärendem Text.

Edenhofer warnt: Energiekrise könnte Öl- und Gasheizungen in Deutschland befeuern

Der Ökonom Ottmar Edenhofer hat gewarnt, dass die aktuelle Energiekrise in Deutschland zu einem Anstieg von Öl- und Gasheizungen führen könnte. Er kritisierte die Klimapolitik der Regierung und betonte, dass kurzfristige Herausforderungen die langfristigen Umweltziele nicht in den Hintergrund drängen dürften.

Seine Äußerungen erfolgten als Reaktion auf die jüngste Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz, wonach der Klimaschutz die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands nicht schwächen solle. Edenhofer erkannte die finanzielle Belastung von Hausbesitzern an, die sich die Umstellung auf Wärmepumpen kaum leisten können. Er schlug vor, die Stromsteuer zu senken, um umweltfreundlichere Heizalternativen attraktiver zu machen. Gleichzeitig regte er die Einführung einer Investitionsabgabe auf neue Öl- und Gasheizungen an, um deren Nutzung zu entmutigen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Wirtschaftswissenschaftler betonte zudem, dass bestehende Förderprogramme beibehalten werden müssten. Diese könnten seiner Meinung nach die finanzielle Last verringern, indem Kosten über eine Klimadividende umverteilt würden. Seine Kritik richtete sich auch gegen die Tendenz der Regierung, klimapolitische Maßnahmen für allgemeine Schwächen in der Industriepolitik verantwortlich zu machen.

Edenhofer wies die Vorstellung zurück, Klimaschutz sei ein Luxusproblem. Stattdessen bezeichnete er ihn als unverzichtbar für langfristige Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität. Ohne eine sorgfältige Planung, warnte er, drohe Deutschland sowohl in ökologischer als auch in industrieller Hinsicht den Anschluss zu verlieren.

Zu seinen Vorschlägen gehören Steueranpassungen und gezielte Abgaben, um Haushalte zu umweltfreundlicheren Heizlösungen zu lenken. Er forderte die Politik auf, die Klimapolitik nicht als Sündenbock für wirtschaftliche Probleme zu instrumentalisieren. Das Ziel, so Edenhofer, liege darin, bezahlbare Lösungen mit nachhaltiger, langfristiger Planung in Einklang zu bringen.

Quelle