Familienstreit in Bergisch Gladbach eskaliert mit Rauchbombe und Feuerwehreinsatz
Clara BraunFamilienstreit in Bergisch Gladbach eskaliert mit Rauchbombe und Feuerwehreinsatz
Heftiger Streit zwischen Sohn und Vater endet mit Rauchbomben-Alarm in Bergisch Gladbach
Ein gewaltsamer Streit zwischen einem 32-jährigen Mann und seinem 77-jährigen Vater eskalierte in der Innenstadt von Bergisch Gladbach zu einem gefährlichen Feuerwehreinsatz. Die Rettungskräfte rückten aus, nachdem laut Angaben eine Rauchbombe geworfen worden war, die das Treppenhaus mit dichtem Rauch füllte und Anwohner in ihren Wohnungen einschloss.
Der Konflikt begann in einem Wohngebäude, als der Sohn laut Berichten eine Rauchbombe entzündete und sie auf seinen Vater warf. Das Geschoss landete im Haupttreppenhaus, setzte eine Fußmatte in Brand und füllte den Flur im dritten Stock mit beißendem Rauch. Die Bewohner konnten ihre Wohnungen nicht verlassen, da die Sicht auf null sank und das Atmen zunehmend schwerfiel.
Rund 40 Feuerwehrleute und Rettungssanitäter eilten zur Einsatzstelle. Sie retteten vier Personen aus dem Gebäude, darunter den älteren Vater, der leichte Rauchgasvergiftungen erlitt. Zehn Betroffene wurden vor Ort versorgt, der 77-Jährige musste anschließend zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden.
Die Flammen griffen nicht über die Fußmatte hinaus aus, das Gebäude blieb strukturell unbeschädigt. Nach dem Vorfall erließ die Polizei gegen den Sohn eine 14-tägige Annäherungsverbot nach dem Gewaltschutzgesetz. Ihm droht nun ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung.
Der Mann bleibt vorerst unter rechtlichen Auflagen, während die Ermittlungen laufen. Sein Vater wurde medizinisch wegen der Rauchgasverletzungen versorgt, sein Zustand gilt jedoch als stabil. Die Feuerwehr bestätigte, dass das Gebäude keine bleibenden Schäden davontrug – doch die Anwohner sind von der plötzlichen Gefahr tief verunsichert.






