Festo streicht 1.300 Jobs in Deutschland – trotz stabiler Unternehmenslage
Claudia FischerFesto streicht 1.300 Jobs in Deutschland – trotz stabiler Unternehmenslage
Festo kündigt Abbau von 1.300 Stellen in Deutschland an
Das familiengeführte Automatisierungstechnik-Unternehmen Festo mit Sitz in Esslingen plant, rund 1.300 Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen. Die Maßnahme ist Teil eines globalen Transformationsprogramms, das Wachstum und Effizienz steigern soll – vor dem Hintergrund sinkender Umsätze. CEO Thomas Böck betonte, dass trotz der aktuellen Stärke des Unternehmens dringender Handlungsbedarf bestehe.
Das Unternehmen, das auf industrielle Steuerungs- und Automatisierungstechnik spezialisiert ist – darunter pneumatische Systeme, Software und KI-gestützte Lösungen –, verzeichnet seit drei Jahren in Folge rückläufige Erträge. 2025 sanken die Umsätze um 3,7 Prozent auf etwa 3,33 Milliarden Euro. Als Gründe für den Stellenabbau nannte Festo Verschiebungen auf den globalen Märkten, wachsende Konkurrenz aus Asien sowie anhaltende geopolitische Krisen.
Weltweit beschäftigt Festo derzeit rund 20.600 Mitarbeiter, davon etwa 8.200 in Deutschland. Die geplanten Entlassungen stoßen bei der Gewerkschaft IG Metall auf Kritik, die die Entscheidung als Fehler bezeichnet, der die industrielle Basis Deutschlands schwäche. Das Unternehmen hingegen argumentiert, dass die Umstrukturierung notwendige Investitionen ermöglichen und seine Führungsrolle in der Automatisierungstechnik und technischen Bildung sichern werde.
Die Stellenstreichungen sollen die deutschen Standorte von Festo effizienter gestalten und die Umsetzung der Transformationsstrategie vorantreiben. Ziel ist es, die Position des Unternehmens in der Automatisierungstechnik zu stärken und sich den wandelnden Marktbedingungen anzupassen. Die Änderungen sollen in den kommenden Monaten in Kraft treten.






