30 June 2026, 12:07

Gorleben bleibt Atomlager – doch wie sicher ist das Provisorium bis 2054?

Gorleben wird verlängert

Gorleben bleibt Atomlager – doch wie sicher ist das Provisorium bis 2054?

Deutschlands Atomlager Gorleben erhält 20 Jahre längere Betriebsgenehmigung

Die Laufzeit des Zwischenlagers für hochradioaktiven Abfall in Gorleben wird um 20 Jahre verlängert. Die Entscheidung fällt angesichts anhaltender Verzögerungen bei der Suche nach einem endgültigen Endlager für atomaren Müll. Die aktuelle Genehmigung läuft 2034 nach vier Jahrzehnten Betrieb aus.

Die Anlage, die zwischen 1982 und 1983 mit dünneren Wänden und Decken als moderne Standorte erbaut wurde, lagert derzeit 113 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Abfall. Die Verlängerung soll dazu beitragen, Fachwissen und Erfahrung während der verlängerten Zwischenlagerung zu bewahren und den Austausch zwischen den Beteiligten zu sichern.

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Der Betreiber BGZ begründet die Verlängerung mit Sicherheitsaspekten und verweist auf regelmäßige Überprüfungen alle zehn Jahre. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) wird das Genehmigungsverfahren begleiten. Doch die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüneburg-Dannenberg (BI) äußert Bedenken hinsichtlich der langfristigen Sicherheitsvorkehrungen und der ursprünglichen Bauweise der Anlage.

Auch Umweltschützer lehnen die Verlängerung ab. Da die Suche nach einem Endlager stockt, sehen sich die Behörden gezwungen, Gorleben weiter als Provisorium zu nutzen. Die verlängerte Genehmigung ermöglicht den Betrieb mindestens bis 2054. Sicherheitskontrollen und Aufsicht bleiben bestehen, um Risiken zu minimieren. Bis ein Endlager gefunden ist, wird die Anlage weiterhin radioaktiven Abfall aufnehmen.

Quelle