Gutenberg-Museum in Mainz: Sanierung droht an Finanzlücke zu scheitern
Sanierung und Erweiterung des Gutenberg-Museums in Mainz: Finanzierung bleibt ungewiss
Die Sanierung und der Ausbau des Gutenberg-Museums in Mainz stehen vor finanziellen Unsicherheiten, da die notwendigen Mittel noch nicht vollständig gesichert sind. Bei geschätzten Gesamtkosten von knapp 105 Millionen Euro sucht die Stadt weiterhin nach Wegen, um ein beträchtliches Finanzierungsloch zu schließen. Bisher liegen noch keine verbindlichen Zusagen für die beantragten Fördergelder oder Kredite vor.
Die Stadtverwaltung hat bei Bund und Land Förderanträge in Höhe von insgesamt rund 28,5 Millionen Euro gestellt – das deckt jedoch nur 27 Prozent der geplanten Ausgaben ab. Rheinland-Pfalz hat vorläufig 20 bis 25 Millionen Euro in Aussicht gestellt, während die beantragten Bundesmittel in Höhe von etwa 8,43 Millionen Euro noch geprüft werden.
Als weitere Option wird ein zinsgünstiger Kredit der Europäischen Investitionsbank (EIB) geprüft, doch auch hier steht noch keine endgültige Entscheidung aus. Die FDP-Fraktion im Mainzer Stadtrat hat indes Bedenken wegen möglicher Finanzierungslücken geäußert und fordert volle Transparenz über die Finanzierungsstruktur sowie mögliche Risiken.
Die Verwaltung versprach, die zuständigen Gremien über den Stand der Dinge zu informieren, gab jedoch keine Auskunft darüber, wie die verbleibenden Kosten gedeckt werden sollen. Hinzu kommt, dass die Ausgaben für Ausstattung und Technik noch nicht kalkuliert wurden. Ein präziser Haushaltsplan ist erst nach Abschluss der aktuellen Planungsphase zu erwarten.
Ohne verbindliche Bewilligung der Förderanträge bleibt die Zukunft des Projekts ungewiss. Die Stadt setzt weiterhin auf Zuschüsse und mögliche Kredite, um den Haushalt nicht übermäßig zu belasten. Klärung über die genauen Kosten und die Finanzierung wird es voraussichtlich erst geben, wenn die Planungsphase abgeschlossen ist.






