24 June 2026, 14:03

Halle plant Abriss der Riebeckplatz-Brücken bis 2029 für neues Zukunftszentrum

Nach der genehmigten Abriss des Viadukts am Riebeckplatz: Ist auch die Hauptstraße zwischen Alt- und Neustadt in Gefahr?

Halle plant Abriss der Riebeckplatz-Brücken bis 2029 für neues Zukunftszentrum

Halle (Saale) plant Abriss der beiden Hochstraßenbrücken am Riebeckplatz bis 2029

Die Stadt Halle (Saale) hat bekannt gegeben, die beiden erhöhten Autobahnbrücken am Riebeckplatz bis 2029 abreißen zu wollen. Die Entscheidung ist Teil einer umfassenden Überprüfung der alternden Infrastruktur der Stadt, die durch Bedenken hinsichtlich vorgespannter Betonkonstruktionen ausgelöst wurde. Nach dem jüngsten Brückeneinsturz in Dresden hat die Stadt zudem die Inspektionen weiterer Bauwerke beschleunigt.

Der Abriss der Riebeckplatz-Brücken ist notwendig, da ihre Nutzungsdauer abgelaufen ist und Platz für das neue „Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation“ geschaffen werden soll. Dieses Millionenprojekt wird die bestehenden Bauwerke ersetzen. Die zentralen Flussquerungen sollen später, wenn sie verschlissen sind, im gleichen Stil neu errichtet werden.

Auch die Hochstraße am Franckeplatz, ebenfalls aus Spannbeton, wirft Sicherheitsfragen auf. René Rebenstorf, Leiter der Stadtentwicklung in Halle, betonte jedoch, dass sie statisch einwandfrei sei. Er verwies darauf, dass bei ihrer Konstruktion Lehren aus den Erfahrungen am Riebeckplatz gezogen wurden. Ein akutes Risiko am Franckeplatz wurde von den Behörden ausgeschlossen.

Nach dem Einsturz der Carola-Brücke in Dresden hatte Halle dringende Überprüfungen der eigenen Brücken angeordnet. Die Stadt setzt nun auf engmaschige Kontrollen, da Mängel bei Spannbeton oft verdeckt liegen und sich erst durch Risse an der Oberfläche zeigen. Rebenstorf unterstrich, dass die Riebeckplatz-Achse nicht aufgegeben werde – sie sei die wichtigste Brückenverbindung der Stadt. Ein langfristiges Konzept für die Strecke muss in den kommenden Jahren noch erarbeitet werden.

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Bis 2029 werden die Riebeckplatz-Brücken weichen, um Platz für die Neugestaltung zu machen. Die Franckeplatz-Hochstraße bleibt unter Beobachtung, gilt aber derzeit als sicher. Die Stadt prüft weiterhin ihre Infrastruktur, um die Funktionsfähigkeit der wichtigsten Verkehrsverbindungen zu gewährleisten.

Quelle