Hamburger Dom: Wie eine 26-jährige Zuschauerin doch noch in die Höhe stieg
Claudia FischerHamburger Dom: Wie eine 26-jährige Zuschauerin doch noch in die Höhe stieg
Seit 26 Jahren lebt eine Anwohnerin in der Nähe des Heiligengeistfelds, wo dreimal im Jahr der Hamburger Dom stattfindet. Das Volksfest lockt dann Mutige auf extreme Fahrgeschäfte, die Besucher bis zu 100 Meter in die Höhe schleudern. Die Schreie der Fahrgäste hallen abends oft bis in ihr Wohnzimmer.
Jahrelang hat sie von ihrem Balkon aus die Draufgänger beobachtet, den Kopf schüttelnd über die waghalsigen Attraktionen. Selbst vor den Losbuden hat sie Respekt – die Aussicht, einen riesigen Plüschtiergewinn mit nach Hause tragen zu müssen, schreckt sie ab.
Diesmal jedoch überredeten sie Freunde, es mit einer "Aussichtsgondel" zu versuchen, die 70 Meter in den Himmel fährt. Vor dem Einsteigen legte sie eine Regel fest: "Wer mit mir hochfährt, fährt auch mit mir wieder runter." Die Gondel selbst wackelte kaum und bot genug Haltemöglichkeiten.
Am Ende verlief alles glatt – doch es war nicht ihre Idee. Ihre Freunde, begeisterte Dom-Fans, hatten sie zu diesem Abenteuer überredet. Ein zweites Mal wird sie es trotzdem nicht wagen.
Ihr kurzer Ausflug in die Höhen des Volksfests endete ohne Zwischenfall. Während sich die Aussichtsgondel als stabil erwies, werden die umliegenden Attraktionen immer extremer. Vorerst bleibt sie lieber Zuschauerin – wie in den vergangenen 26 Jahren.






