29 March 2026, 18:12

Immer mehr Unternehmen helfen Mitarbeitern bei der Wohnungssuche – doch Hürden bleiben

Plakat mit dem Weißen Haus und Text, der den Biden-Harris-Wirtschaftsplan als blue-collar-Blueprint für die Schaffung von gut bezahlten Jobs präsentiert, die keinen vierjährigen Abschluss erfordern.

Immer mehr Unternehmen helfen Mitarbeitern bei der Wohnungssuche – doch Hürden bleiben

Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass immer mehr Unternehmen nach Wegen suchen, ihre Mitarbeiter bei der Wohnungsfindung zu unterstützen. Zwar bieten derzeit nur 9 Prozent der Firmen direkte Unterkünfte an, doch weitere 21 Prozent helfen ihren Beschäftigten bei der Wohnungssuche. Experten zufolge könnten solche Leistungen dabei helfen, Fachkräfte in einem angespannten Mietmarkt zu gewinnen und langfristig zu binden.

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Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen jedoch auch anhaltende Herausforderungen: Hohe Kosten und bürokratische Hürden halten viele Unternehmen davon ab, Wohnungsunterstützung anzubieten.

Laut der IW-Untersuchung stellen 9 Prozent der deutschen Unternehmen ihren Mitarbeitern bereits direkte Wohnmöglichkeiten zur Verfügung, während 21 Prozent indirekte Hilfe leisten – etwa durch Unterstützung bei der Suche. Weitere 4 Prozent planen, innerhalb der nächsten fünf Jahre entsprechende Leistungen einzuführen. Ein klarer Aufwärtstrend ist in den vergangenen fünf Jahren allerdings nicht zu erkennen.

Philipp Deschermeier, Experte des IW, betont, dass betriebliche Wohnraumlösungen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil bei der Personalgewinnung verschaffen könnten. Diese Einschätzung deckt sich mit den Umfrageergebnissen: 58 Prozent der Betriebe glauben, dass Wohnungsunterstützung die Einstellungschancen verbessert, und 55 Prozent sehen darin einen Vorteil für die langfristige Bindung von Mitarbeitern.

Trotz dieser Vorteile gibt es weiterhin erhebliche Hindernisse. Zwei Drittel der Unternehmen nennen den schwierigen Mietmarkt als größtes Problem. Fast 40 Prozent empfinden die finanziellen und administrativen Belastungen als zu hoch, während 45 Prozent Schwierigkeiten haben, geeignete Partner in der Wohnungswirtschaft zu finden.

Deschermeier schlägt Lösungsansätze vor, darunter klarere Richtlinien für Unternehmen und schnellere Genehmigungsverfahren für betriebliche Wohnprojekte. Sein Fazit: Weniger Bürokratie könnte mehr Firmen dazu bewegen, solche Modelle umzusetzen.

Die Studie unterstreicht ein vorsichtiges, aber wachsendes Interesse an Mitarbeiterwohnungen in der deutschen Wirtschaft. Zwar bietet bisher nur ein kleiner Teil der Unternehmen direkte Unterstützung an, doch viele erkennen das Potenzial für Rekrutierung und Mitarbeiterbindung. Ohne Lösungen für die finanziellen, administrativen und marktbedingten Herausforderungen dürfte eine breitere Verbreitung jedoch begrenzt bleiben.

Quelle