Italienischer Hochgeschwindigkeitszug Italo startet 2028 in Deutschland durch
Claudia FischerItalienischer Hochgeschwindigkeitszug Italo startet 2028 in Deutschland durch
Italienischer Hochgeschwindigkeitszugbetreiber Italo steigt 2028 in den deutschen Fernverkehr ein
Der italienische Hochgeschwindigkeitsanbieter Italo wird voraussichtlich 2028 auf dem deutschen Fernverkehrsmarkt aktiv. Das Unternehmen plant, wichtige Strecken wie Berlin–München, München–Hamburg sowie Köln–Frankfurt–München zu bedienen. Die Fahrgastvereinigung Pro Bahn begrüßt den Schritt, betont jedoch die Notwendigkeit klarer Regelungen, um faire Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten.
Pro Bahn sieht in Italos Markteintritt eine Chance, das Angebot für Reisende zu verbessern. Gleichzeitig warnt der Verband davor, dass neue Anbieter sich vorrangig auf die lukrativsten Strecken konzentrieren könnten. Dadurch bestünde die Gefahr, dass ländliche Regionen und regionale Verbindungen benachteiligt werden – insbesondere angesichts der begrenzten Kapazitäten auf den wichtigsten Schienenkorridoren.
Die Vereinigung fordert daher entschlossenes politisches Handeln, um solche Entwicklungen zu verhindern. Sie verlangt rechtlich verbindliche Schutzmaßnahmen für bestehende Regionalverkehre sowie eine konsequente Durchsetzung der geltenden Gesetze. Zudem setzt sich Pro Bahn für ein einheitliches Tarifsystem ein, das auch Zeitkarten und Rabatte wie die BahnCard bei allen Fernverkehrsanbietern umfasst.
Um eine gerechte Verteilung der Strecken zu überwachen, plädiert Pro Bahn für die Schaffung einer unabhängigen nationalen Behörde für den Fernverkehr. Michael Koch, stellvertretender Bundesvorsitzender des Verbands, unterstreicht, dass der Wettbewerb allen Fahrgästen im gesamten Land zugutekommen müsse. Der Verband besteht darauf, dass der Zugang zu den Gleisen insbesondere dort gesichert wird, wo die Schienenkorridore bereits stark ausgelastet sind.
Italos geplanter Start 2028 könnte den deutschen Fernverkehrsmarkt grundlegend verändern. Die Vorschläge von Pro Bahn zielen darauf ab, sicherzustellen, dass mehr Wettbewerb nicht auf Kosten ländlicher Regionen oder regionaler Verbindungen geht. Im Mittelpunkt der Forderungen stehen faire Zugangsbedingungen, einheitliche Tarife und eine starke Aufsicht zum Schutz bestehender Verkehre.






