Jan van Aken überrascht mit Rücktritt als Linkspartei-Chef nach Rekord-Erfolgen
Mila KleinJan van Aken überrascht mit Rücktritt als Linkspartei-Chef nach Rekord-Erfolgen
Jan van Aken tritt nach einer kurzen, aber prägenden Amtszeit als Vorsitzender der Linkspartei zurück. Sein Rückzug erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Partei deutliche Zuwächse in den Umfragen verzeichnet und eine spürbare Verschiebung der Wählergunst erlebt. Er verlässt das Amt freiwillig; als sein wahrscheinlicher Nachfolger gilt Luigi Pantisano.
Van Aken hatte die Führung gemeinsam mit Heidi Reichinnek übernommen und dabei besonders ältere Wähler angesprochen. Unter seiner Führung stieg die Unterstützung für die Linke von einst nur 2–3 Prozent auf 8,8 Prozent bei der Bundestagswahl 2025. Mehr als 700.000 ehemalige Wähler der Grünen wechselten zur Linken – ein Erfolg, der maßgeblich auf sein Konto geht.
Zudem etablierte er die Partei als ernstzunehmende Stimme in der Außenpolitik. Dennoch gehörte seine Amtszeit zu den kürzesten in der Geschichte der Linken.
Bei seiner letzten Pressekonferenz präsentierte er eine schwarze Kiste, auf der Ines Schwerdtner gestanden hatte. Er dankte ihr für ihre Arbeit, gestand den Journalisten dann aber, dass sie die Öffentlichkeit zwei Jahre lang getäuscht hätten.
Van Akens Führung brachte der Linken einen deutlichen Zuwachs an Einfluss und Wählerstimmen. Sein Nachfolger übernimmt nun eine Partei mit neuem Schwung. Doch die Eingeständnis der Täuschung könnte das Bild seiner Amtszeit nachhaltig prägen.






