27 March 2026, 06:07

Junger Buckelwal in der Lübecker Bucht kämpft ums Überleben – Rettungsteam gräbt Fluchtkanal

Offenes Buch mit Abbildungen von Meeressäugetieren wie Walen, Delfinen und anderen Wasserlebewesen.

Junger Buckelwal in der Lübecker Bucht kämpft ums Überleben – Rettungsteam gräbt Fluchtkanal

Junger Buckelwal seit Tagen in der Lübecker Bucht gestrandet

An der deutschen Ostseeküste, in der Lübecker Bucht, kämpft ein junger männlicher Buckelwal seit Tagen ums Überleben. Die seltene Sichtungen eines solchen Tieres in dieser Region hat bundesweit für Aufsehen gesorgt, denn Buckelwale verirren sich nur äußerst selten in diese Gewässer. Rettungskräfte arbeiten unter Hochdruck, um das Tier zu befreien, bevor sich sein Zustand weiter verschlechtert.

Erstmals wurde der Wal am 23. März 2026 in der Nähe von Timmendorfer Strand gesichtet. Seitdem sitzt er in den flachen Küstengewässern fest. Behörden sprechen von der ersten bekannten Strandung eines Buckelwals in der Bucht in jüngerer Zeit. Bisherige Versuche, das Tier in tiefere Gewässer zu lotsen, blieben erfolglos.

Mit schwerem Gerät, darunter Bagger, graben die Helfer derzeit einen rund 50 Meter langen Kanal. Die Hoffnung: Die künstlich angelegte Rinne könnte dem Wal einen natürlichen Fluchtweg bieten. Doch trotz aller Eile zeigt das Tier bisher keine Reaktion auf die Bemühungen.

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Die Rettungsaktion erinnert an andere bemerkenswerte Fälle der Tier-Mensch-Begegnung. So trug 2004 der junge Elefant Ning Nong in Thailand während des Tsunamis im Indischen Ozean ein achtjähriges Mädchen in Sicherheit. Im selben Jahr bildeten Delfine in Neuseeland einen schützenden Ring um Schwimmer und bewahrten sie so vor einem Weißen Hai. Bereits 1996 hatte die Gorilladame Binti Jua im Brookfield Zoo von Chicago einen dreijährigen Jungen gerettet, der in ihr Gehege gestürzt war.

Die laufende Operation zeigt, wie schwierig es ist, große Meeressäuger in flachen Gewässern zu retten. Gelingt der Einsatz, könnte der Wal in den offenen Ozean zurückkehren, wo Buckelwale normalerweise beheimatet sind. Bis dahin arbeiten die Teams rund um die Uhr daran, dem Tier die Rückkehr in die Freiheit zu ermöglichen.

Quelle