Koblenz verstärkt Sicherheit in Schulen und Ämtern nach Angriff auf Mädchen
Claudia FischerKoblenz verstärkt Sicherheit in Schulen und Ämtern nach Angriff auf Mädchen
Die Stadtverwaltung Koblenz plant, die Sicherheitsvorkehrungen in kommunalen Gebäuden auszuweiten. Dieser Schritt folgt auf einen Vorfall, bei dem ein 20-jähriger Mann in einer örtlichen Schule ein elfjähriges Mädchen angegriffen hat. Seitdem fordern Anwohner und Behörden verstärkte Präventionsmaßnahmen, um die Sicherheit zu verbessern.
Der Angriff in Koblenz hat zu großer Besorgnis und Forderungen nach Konsequenzen geführt. Die Stadtspitze prüft nun Sicherheitsoptionen für Schulen, Kindertagesstätten, Rathausgebäude und Verwaltungsstellen. Bisher ist nur im Rathaus I in der Altstadt ein Teilzeit-Pförtner eingesetzt – und das auch nur zwei bis vier Stunden an Wochentagen.
Bis zu 67 städtische Einrichtungen könnten künftig mit neuem Pförtner- und Sicherheitspersonal ausgestattet werden. Allerdings soll der Einsatz auf besonders gefährdete Standorte konzentriert werden, nicht auf alle gelisteten Gebäude. Die Sicherheitskräfte werden den Zutritt regeln, die Einrichtungen per Video überwachen und in Notfällen eingreifen. Zu ihren Aufgaben gehören zudem die Durchsetzung von Hausordnungen, das Verhängen von Hausverboten und die Deeskalation bei Störungen.
Die Stadt betont, dass die Maßnahmen darauf abzielen, einen geordneten Betrieb zu gewährleisten und den Zugang zu kommunalen Gebäuden zu kontrollieren. Weitere Sicherheitsvorschläge für Schulen und andere Einrichtungen werden noch diskutiert.
Die Ausweitung der Sicherheitsdienste erfolgt vor dem Hintergrund öffentlicher Empörung über den jüngsten Angriff. Die Wachkräfte übernehmen erweiterte Verantwortungsbereiche – von der Zugangskontrolle bis zur Notfallbewältigung. Noch ist jedoch unklar, welche Standorte als Erstes Personal erhalten und wann die Änderungen in Kraft treten werden.






