KSI in der Kritik: Gewalt-Witz über schwangere Frauen sorgt für Empörung
Clara BraunKSI in der Kritik: Gewalt-Witz über schwangere Frauen sorgt für Empörung
Der YouTuber und Britain’s Got Talent-Juror KSI steht nach der erneuten Verbreitung eines Videos aus dem Jahr 2017 in der Kritik. In dem Clip macht er einen Witz darüber, schwangere Frauen zu schlagen, was scharfe Reaktionen von Hilfsorganisationen für Opfer häuslicher Gewalt auslöste. Sein Sprecher bestätigte später, er bereue die Äußerungen und bezeichnete sie als „dumm und falsch“.
Die umstrittene Szene spielte sich in einem YouTube-Video ab, in dem KSIs Mutter ihn daran erinnerte, ein Kondom zu benutzen. Als sie entsetzt reagierte, antwortete er: „Ich mache nur Witze.“ Zuvor hatte er im Gespräch scherzhaft angedeutet, er würde „dem Baby einen Schlag verpassen“, falls eine Frau mit seinem Kind schwanger würde.
Es ist nicht das erste Mal, dass der 31-Jährige für seine Online-Äußerungen kritisiert wird. 2023 legte er eine Pause in den sozialen Medien ein, nachdem er in einem Parodie-Video eine rassistische Bemerkung gemacht hatte. KSI wurde zunächst als Mitglied der YouTube-Gruppe The Sidemen bekannt, die über 18 Millionen Abonnenten zählt.
Eine Sprecherin der Organisation Women’s Aid verurteilte den Witz aus dem Jahr 2017 und betonte, solche Aussagen seien „niemals akzeptabel, selbst wenn sie als Scherz gemeint sind“. Die Hilfsorganisation wies zudem darauf hin, dass schwangere Frauen ein erhöhtes Risiko haben, Opfer häuslicher Gewalt zu werden.
KSIs Sprecher räumte ein, dass die Bemerkungen unangemessen gewesen seien, und erkannte die Schwere der Vorfälle an. Der Vorfall hat die Debatte über die Verantwortung für das Verhalten im Netz neu entfacht. Women’s Aid warnt weiterhin vor den schädlichen Folgen, wenn gewalttätige Sprache – selbst im Scherz – verharmlost wird.






