02 May 2026, 10:07

Lerchek startet Kosmetikmarke Eyya Skin trotz Krebs im Endstadium

Buntes Plakat für das National Cancer Institute mit einem blauen Hintergrund und weißer Schrift, das einen Kreis aus Bildern von lächelnden Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts und Ethnien um den fetten, großgeschriebenen Titel "National Cancer Institute" zeigt.

Lerchek startet Kosmetikmarke Eyya Skin trotz Krebs im Endstadium

Die russische Bloggerin Valeria Tschekalina, besser bekannt als Lerchek, hat eine Kosmetikmarke namens Eyya Skin auf den Markt gebracht – und das, während sie offen über ihren Kampf gegen Krebs im Stadium 4 spricht. Ihre ungewöhnliche Strategie, persönliche Schicksalsschläge mit der Bewerbung ihres Unternehmens zu verknüpfen, sorgt sowohl bei ihren Followern als auch bei Branchenexperten für Diskussionen.

Unterdessen wurde ihr Ex-Mann, Artem Tschekalin, kürzlich wegen Devisenbetrugs zu sieben Jahren Haft in einer russischen Strafkolonie in Moskau verurteilt.

Tschekalina gab ihre Krebserkrankung in emotionalen Videos bekannt, die sie mit dem Launch von Eyya Skin verband. Während einige Zuschauer ihre Offenheit lobten, kritisierten andere die Inhalte als zu stark auf Mitleid ausgelegt. Manche warfen ihr sogar vor, ihre Krankheit für Aufmerksamkeit zu instrumentalisieren.

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Der Produzent Gera Iwatschenko bezeichnete ihre Vorgehensweise als ungewöhnlich für Russland, wo Prominente bei gesundheitlichen Krisen meist aus der Öffentlichkeit verschwinden. Er verglich ihre Methoden mit globalen PR-Strategien und zog Parallelen zur Familie Kardashian. Gleichzeitig vermutete er, dass Tschekalina durch ihre öffentliche Präsenz möglicherweise die finanzielle Absicherung ihrer Kinder im Blick habe.

Iwatschenko warnte jedoch, dass eine solche Offenheit auf viele russische Zuschauer befremdlich wirken könne. Zwar bewunderten einige ihre Widerstandskraft, doch andere fragten sich, ob das Gleichgewicht zwischen Verletzlichkeit und Selbstvermarktung hier nicht zu weit in Richtung Kommerz ausgeschlagen habe.

Tschekalinas Kosmetikmarke spaltet die Meinungen: Während ihre Unterstützer ihre Transparenz schätzen, zweifeln Kritiker ihre Motive an. Die Kontroverse fällt in eine Zeit, in der ihr Ex-Mann eine siebenjährige Haftstrafe wegen Betrugs antritt. Ihre Geschichte bleibt weiter im Fokus – eine ungewöhnliche Mischung aus persönlichem Schicksal und öffentlicher Inszenierung, wie sie in Russland selten zu sehen ist.

Quelle