Lufthansa sichert Kerosinpreise für 2026 und 2027 – doch die Kosten steigen weiter
Claudia FischerLufthansa sichert Kerosinpreise für 2026 und 2027 – doch die Kosten steigen weiter
Lufthansa Group ergreift Maßnahmen gegen steigende Kerosinkosten und unberechenbare Marktbedingungen
Die Lufthansa Group unternimmt Schritte, um die steigenden Treibstoffkosten und die unvorhersehbaren Marktentwicklungen in den Griff zu bekommen. Die Airline hat die Preise für einen Großteil ihres Kerosinbedarfs für die Jahre 2026 und 2027 bereits vertraglich festgeschrieben. Gleichzeitig wurden die Zuschläge erhöht, um die durch die höheren Spritpreise entstandenen Mehrkosten auszugleichen.
Um sich vor plötzlichen Preissprüngen beim Kerosin zu schützen, kauft das Unternehmen den Treibstoff weit im Voraus ein. Die Absicherungsstrategie erstreckt sich über einen Zeitraum von 24 Monaten, wobei das Ziel darin besteht, 85 Prozent des Bedarfs sechs Monate vor dem Verbrauch zu decken. Bisher wurden etwa 80 Prozent des Bedarfs für 2026 und 40 Prozent für 2027 gesichert.
Doch nicht nur die Treibstoffkosten belasten die Bilanz. Auch Flugausfälle und Umleitungen – oft verursacht durch Konflikte in Krisengebieten – erhöhen den finanziellen Druck. Zudem verändern sich die Reisegewohnheiten, was die Nachfrage nach bestimmten Strecken steigen lässt und sich ebenfalls auf die Ticketpreise auswirkt.
Als Reaktion darauf hat die Gruppe den Internationalen Zuschlag angehoben. Mit dieser Anpassung soll die Belastung durch die steigenden Kerosinpreise ausgeglichen werden.
Die Treibstoffabsicherung und die Anpassung der Zuschläge durch die Lufthansa Group zeigen die Bemühungen, die Kosten in einem volatilen Markt zu stabilisieren. Durch die frühzeitige Preissicherung und die Weitergabe eines Teils der Kosten an die Kunden strebt das Unternehmen an, seine finanzielle Stabilität zu wahren. Diese Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender betrieblicher Herausforderungen und sich wandelnder Reiseströme, die die Branche weiterhin prägen.






