28 April 2026, 08:10

Mainz plant umstrittene Touristenabgabe von bis zu 5 Euro pro Nacht

Hotelzimmer mit zwei Betten, jeweils mit Decken und Kissen, zwei Hockern, einem Stuhl, zwei Tischen mit Lampen, zwei gerahmten Fotos an der Wand und einem Fenster mit Vorhängen.

Mainz plant umstrittene Touristenabgabe von bis zu 5 Euro pro Nacht

Mainz prüft neue Touristenabgabe von bis zu 5 Euro pro Gast und Nacht

Die Stadt Mainz erwägt die Einführung einer neuen Beherbergungsabgabe von bis zu 5 Euro pro Übernachtung. Mit der geplanten Maßnahme soll die Finanzierung des Tourismus in Rheinland-Pfalz gestärkt werden. Doch der Vorstoß stößt bereits jetzt auf scharfe Kritik aus der Gastronomie- und Hotelleriebranche.

Bisher erhebt Rheinland-Pfalz eine solche Kurtaxe nur in Trier. Nun will die Landeshauptstadt ein ähnliches Modell flächendeckend einführen. Die Einnahmen aus der Abgabe sollen in die Verbesserung der touristischen Infrastruktur vor Ort fließen.

Die Branche steckt jedoch in einer Krise: Die Auslastung von Hotels und Restaurants liegt bei nur 51 Prozent – deutlich unter dem Bundesschnitt von über 60 Prozent. In den vergangenen zwei Jahren mussten rund 10 Prozent der Betriebe schließen.

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Der Dehoga, der Spitzenverband der Branche, lehnt die geplante Abgabe ab. Stattdessen fordert er eine eigenständige Tourismusgebühr. Die zusätzliche Belastung für Übernachtungsgäste würde die ohnehin geschwächte Branche weiter unter Druck setzen, argumentiert der Verband.

Die Diskussion um die Touristenabgabe dauert an, während Mainz über das weitere Vorgehen entscheidet. Sollte die Gebühr eingeführt werden, könnte sie zusätzliche Mittel für touristische Projekte bringen. Angesichts der geringen Auslastung und der Schließungswelle bleibt die Branche jedoch skeptisch – weitere Kosten wären für viele Betriebe kaum tragbar.

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